Gießen (pd). Die Schulhöfe der Liebig- und der Ostschule wirken wie frisch umgepflügt. Beim Anblick der Goetheschule denkt man unwillkürlich an Verhüllungskünstler Christo. Und auch an Herder-, Theodor-Litt- oder Pestalozzischule sieht man bereits von außen, dass dort Sanierungsarbeiten, Fassadenerneuerungen und andere Renovierungsmaßnahmen vorgenommen werden.
Grundhaft erneuert wird derzeit der Hof des Schulzentrums Ost. Das Areal soll später eine Pflasterung erhalten. (Foto: Geck)
Schon in den vergangenen Jahren seien möglichst viele Arbeiten in die Ferien gelegt worden, bestätigten im Gespräch mit der Allgemeinen Stadtrat Harald Scherer und Schulverwaltungsamtsleiter Folkert Sauer. »Wir versuchen die Arbeiten so zu koordinieren, dass möglichst viel in den Sommerferien erledigt wird«, bekräftigte der Schuldezernent. Bei manchen Maßnahmen sei es aber nicht zu vermeiden, dass es auch während der Schulzeit zu Beeinträchtigungen kommt. »Dafür bitten wir schon jetzt um Verständnis«, so Scherer.
Die Fülle der Sanierungsarbeiten erklärt sich auch aus dem im vergangenen Jahr aufgelegten hessischen Sonderinvestitionsprogramm »Schul- und Hochschulbau« sowie dem Konjunkturprogramm II des Bundes. Einige Schulbauprojekte werden komplett aus diesen Töpfen finanziert, bei vielen Maßnahmen fließen allerdings auch städtische Gelder, ergänzte Sauer.
Besonders ins Auge fallen derzeit die Arbeiten auf den Schulhöfen des Schulzentrums Ost und der Liebigschule. Beide Areale werden grundhaft erneuert und mit frischem Pflaster versehen. Die Maßnahmen werden zu Beginn des neuen Schuljahrs allerdings nicht abgeschlossen sein. Sauer geht von einer Teilfreigabe der Schulhöfe nach den Sommerferien aus. Die Kosten der grundhaften Erneuerung sollen bei jeweils rund 600 000 Euro liegen.
Deutlich tiefer muss die Stadt in die Tasche greifen, bis die ehemalige US-Grundschule an der Grünberger Straße bezugsfertig ist. Wie vor kurzem berichtet, wird sich die Fertigstellung der maroden Elementary School wohl bis zum Herbst kommenden Jahres hinziehen. »Das wird eine Kernsanierung«, beschrieb der Schuldezernent die umfangreichen Arbeiten. Für die Helmut-von-Bracken-Schule bedeutet dies, dass sie vermutlich noch über das kommende Schuljahr hinaus am Schulzentrum Ost bleiben wird. Da auch im Südtrakt der Gesamtschule Gießen-Ost demnächst Arbeiten beginnen - hier wird die Fassade abgenommen und der Bau energetisch ertüchtigt - werden auf dem Gelände des Schulzentrums Ost demnächst vier Container aufgestellt - jeweils zwei für GGO und HvB.
Der Begriff Ferienbaustelle wäre für die Sanierung an der Theodor-Litt-Schule eine starke Untertreibung. Immerhin werden sich die Arbeiten über die kommenden fünf Jahre erstrecken. Zum neuen Schuljahr werden das Berufliche Gymnasium und die Fachoberschule der TLS mit insgesamt rund 350 Schülern in die Bundeswehrfachschule der ehemaligen Bergkaserne umziehen.
Das BID Marktquartier will dauerhaft ein Kinderkarussell auf den
Marktplatz stellen. Damit soll die Trinkerszene verdrängt werden. Was
halten Sie davon?