Gießen (pd). Bis zum 31. Januar müssen alle Aufträge vergeben sein, die zum Sonderinvestitionsprogramm zur Verbesserung des Lernumfelds an Schulen gehören. Am Montag hat der Magistrat noch einmal vier Beschlüsse gefasst, durch die die zur Verfügung stehende Gesamtsumme von knapp 4,5 Millionen Euro fast erreicht wird.
Als »Kraftakt«, der hauptsächlich vom Schulverwaltungsamt gestemmt wurde, bezeichnete am Dienstag Stadtrat Harald Scherer die Umsetzung der zahlreichen Einzelmaßnahmen. Dass viele Schulen von dem Programm profitiert haben, unterstrich Amtsleiter Folkert Sauer. »In der Stadt gibt es jetzt keinen Bedarf mehr zur Erneuerung naturwissenschaftlicher Schülerübungsräume.«
Die vier Aufträge, die der Magistrat am Montag vergeben hat, umfassen eine Gesamtsumme von rund 710 000 Euro. Den Löwenanteil von etwa 390 000 Euro macht die Anschaffung von 75 Smart- und Whiteboards aus. Für diese interaktiven Tafeln gebe es einen erhöhten Bedarf an Schulen, sagte der Schuldezernent. Bei einer vom M@us-Zentrum organisierten Informationsveranstaltung im vergangenen Sommer hätten sich die jeweiligen Schulen für bestimmte Typen der digitalen Tafeln entschieden. Die Bestellung werde im Laufe der Woche abgeschickt, die Smart- und Whiteboards sollen den Schulen noch vor den Osterferien zur Verfügung stehen, ergänzte der Schulverwaltungsamtsleiter. Grundschulen erhalten jeweils zwei interaktive Tafeln, Haupt- und Realschulen drei, für Gymnasien und Gesamtschulen gibt es jeweils vier digitale Boards, so Sauer weiter.
Etwas mehr als 100 000 Euro kostet die Anschaffung von 500 Rechnern mit TFT-Monitoren. Die etwa zwei Jahre alten Rechner dienen zum Teil als Ersatzbeschaffung für ältere Computer, an anderen Schulen werden damit die neuen EDV-Räume bestückt.
In die Jahre gekommen ist die Kücheneinrichtung an der Aliceschule. Die etwa 40 Jahre alten Ausbildungsküchen der beruflichen Schule werden deshalb für 150 000 Euro durch neues Fachmobiliar ersetzt.
Schließlich zeichnet sich auch ein Finale der »unendlichen Geschichte« um den IT-Erweiterungsbau an der Theodor-Litt-Schule ab. Kurz nach dem Halbjahreswechsel soll die seit Jahren geplante Einweihung des Traktes endlich über die Bühne gehen, berichteten Scherer und Sauer und beriefen sich dabei auf eine Zusage von TLS-Leiter Joachim Scheerer. Der Magistrat hat soeben die Anschaffung eines so genannten Storage-Systems für 70 000 Euro beschlossen, das der Datensicherung der umfangreichen Programme in dem Anbau dient.
Der überwiegende Teil der Gesamtsumme des Progrmms sei in die Ausstattung naturwissenschaftlicher Fachräume gegangen, fasste der Schuldezernent zusammen. Sauer nannte beispielhaft die Komplettrenovierung von zehn Räumen der Herderschule für 650 000 Euro. Weitere Baumaßnahmen habe es an der Gesamtschule Gießen-Ost, der Brüder--Grimm-Schule, dem Landgraf-Ludwigs-Gymnasium und an der Ricarda-Huch-Schule gegeben. Darüber hinaus hätten alle Schulen Mittel zur Erneuerung ihrer naturwissenschaftlichen Sammlung erhalten.
Mit bis zu vier EDV-Arbeitsplätzen für Schüler und Lehrer seien mit Abschluss der Maßnahme sämtliche Gießener Grundschulen komplett vernetzt. Das gelte auch für Haus A der Liebigschule und Haus B des Landgraf-Ludwigs-Gymnasiums.
Das BID Marktquartier will dauerhaft ein Kinderkarussell auf den
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