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Schulamt und LLG weisen Vorwurf der »Mauschelei« zurück

Artikel vom 12.02.2011 - 14.24 Uhr

Schulamt und LLG weisen Vorwurf der »Mauschelei« zurück

Gießen (pd). Das Staatliche Schulamt Gießen/Vogelsberg und das Landgraf-Ludwigs-Gymnasium haben die von zwei Marburger Philologen erhobenen Vorwürfe, wonach Studierende bei Ergänzungsprüfungen zum Erwerb des Latinums und des Graecums »nach Gutsherrenart« durchgewunken worden seien (die AZ berichtete), entschieden zurückgewiese

n.

Die von Roland Richter und Christoph Kuhn, die in Marburg ein privates Institut für Alte Sprachen betreiben, erhobene Fachaufsichtsbeschwerde, die eine fehlerhafte Bewertung von Graecum-Klausuren im Herbst 2010 moniert, habe sich als haltlos erwiesen und sei deshalb zurückgewiesen worden, schreibt Schulamtsleiter Heinz Kipp. Bei den erhobenen Vorwürfen liege offenbar eine »maximale Fehlergebung« zugrunde. Diese sei aber weder im Sinne eines Prüfungsausschusses noch eines jeden Prüflings. Die Prüfer hätten sich streng an die Vorgaben der Hessischen Oberstufen- und Abiturverordnung gehalten. Die Argumentation von Richter und Kuhn dagegen sei »völlig unpädagogisch« und widerspreche dem Geist der genannten Verordnung.

Auch LLG-Leiter Arno Bernhardt widerspricht in seiner Mitteilung »Mauschelei«-Vorwürfen, die gegen einzelne Kollegen am Landgraf-Ludwigs-Gymnasium sowie gegen das Kollegium als Ganzes erhoben worden seien. Ergänzungsprüfungen würden nicht vom LLG durchgeführt, das Staatliche Schulamt berufe vielmehr Prüfungsausschüsse, die sich aus Lehrkräften verschiedener Schulen zusammensetzen könnten. »Den schriftlichen Prüfungen liegen landesweit einheitliche Aufgabenstellungen zugrunde«, betont der Schulleiter. Die mündlichen Prüfungen fänden unter anderem auch in den Räumen des LLG statt. Bei den Prüflingen handele es sich zudem um Studenten und nicht - wie von Richter und Kuhn behauptet - um Abiturienten, so Bernhardt weiter.

Die Vorwürfe der beiden Beschwerdeführer ordnete er als unbewiesene Behauptungen, ein, die »bewusst in die Welt gesetzt werden, um einzelnen Kollegen sowie dem Landgraf-Ludwigs-Gymnasium als Ganzes zu schaden«, schließt Bernhardt.

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