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»Sauberhafter Frühlingsputz«: 150 Freiwillige sammelten Müll

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Artikel vom 23.03.2014 - 20.51 Uhr

»Sauberhafter Frühlingsputz«: 150 Freiwillige sammelten Müll

Gießen (csk). Von einem halb verrotteten Schlitten über Autoreifen und Radkappen bis hin zu Tischen: Es gibt kaum etwas, was es nicht gibt in den Straßengräben sowie auf den Wiesen, Feldern und Waldwegen der Stadt. Diese Erfahrung haben am Samstag wieder rund 150 Teilnehmer beim »Sauberhaften Frühlingsputz« gemacht.

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© Christian Schneebeck
Mitglieder aus fünf Vereinen und Gruppen waren dabei im Rahmen der landesweiten Aktion »Sauberhaftes Hessen« kreuz und quer durch Gießen unterwegs, um den sogenannten wilden Müll zu sammeln.

Als viele Frühlingsputzer gerade zu Zange und Mülltüte griffen, präsentierten die 37 Sammler des Angelclubs schon das Ergebnis ihrer Mühen. Frühmorgens hatten sie sich am Uferweg entlang der Lahn an die Arbeit gemacht. Um kurz nach 9 zog Stephan Müller dann das erste Fazit des Tages: »Unsere regelmäßige Teilnahme am Frühlingsputz macht sich bemerkbar«, sagte der Erste Vorsitzende des Clubs. Bis auf einen Autoreifen, Styroporplatten und einen halb verrotteten Schlitten landete nämlich fast nur Kleinkram in den Tüten der Angler, die stets im Frühjahr und im Herbst das Lahnufer vom Müll befreien.

Zum sechsten Mal griffen die Mitglieder des CDU-Ortsvereins Gießen-Ost beim »Sauberhaften Frühlingsputz« zu Zangen und Plastiksäcken. Die Eichgärtenallee und die Rudolf-Diesel-Straße hatten sie sich bis zum Mittag vorgenommen – und das zu viert. »Der Einsatz bei Wind und Wetter stärkt zumindest des Gemeinschaftsgefühl«, bilanzierte Guntram Ohm-Winter für die im Vergleich zum Vorjahr um drei Personen geschrumpfte Gruppe. Zwischen Pistorstraße und Aulweg waren unterdessen acht Helfer für den Verein »Zeichen setzen!« unterwegs. Ein Verkehrsleitpfosten war auf ihrem Weg das kurioseste Fundstück. Das häufigste blieb indes der gemeine Kaffeebecher aus Pappe oder Plastik.

Besenrein in der Nordstadt

Die größte Freiwilligen-Gruppe hatte sich in der Nordstadt zur Aktion »Wischmob« verabredet: Knapp 80 Bewohner machten ihren Stadtteil binnen weniger Stunden quasi besenrein – indem sie säckeweise unachtsam weggeworfenen Abfall sammelten, darunter Autoreifen und sogar ein Tisch. Anschließend saßen sie bei Snacks und Getränken in der »Nordpol«- Hütte zusammen. An der Marburger Straße in Richtung Ausfallstraße säuberten 22 Mitglieder der Gemeinde »Ahmadiyya Muslim Jamat« die Wege und Böschungen.

Zu den Frühstartern unter den Frühlingsputzern gehörten in diesem Jahr die Lokale Agenda21-Gruppe »Wieseck-Fluss«, die Gießener Sportangler und der Förderverein Landesgartenschau, die allesamt bereits am 1. März zum »Sauberhaften Frühlingsputz« baten. Auch die Jugend- und Minifeuerwehr Rödgen, der VfB 1900 Gießen, der Nabu-Ortsverband Allendorf (alle am 15. März) sowie die August-Hermann-Francke-Schule (19. März) schritten schon vor Samstag zur Tat.

Von April an folgen ihnen noch Gruppen der Gießener Fünfziger-Vereinigungen und der Jugendwerkstatt. Initiiert von der Wohnbaugenossenschaft haben sich in der Marshall- und der Dulles-Siedlung überdies einige Freiwillige gemeldet. Nach Abschluss der Aktion im Juni werden voraussichtlich mehr als 300 Freiwillige aus 15 Vereinen und Gruppen den »Sauberhaften Frühlingsputz« in Gießen unterstützt haben.

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Artikel vom 23.03.2014 - 20.51 Uhr
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Leserkommentare
(23.03.2014 21:38)
Bernhard
Toll
Ich finde es gut, dass die Stadt 2X im Jahr vom Müll befreit wird und der große Dank gilt den bezahlten Straßenreinigern, die ganz achtsam den so "unachtsam" fort geschleuderten Müll über Monate hinweg für diese Aktionen liegen lassen! Leider blieb die Weststadt, insbesondere im Umfeld des Flohmarkts Rodheimer Straße, vom freiwilligen Säuberungskommando bislang unberührt und sinkt in Müll und Trümmern dahin, und das, obwohl die Stadtreiniger jeden Morgen kopfschüttelnd an den Müllbergen vorbei fahren.
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