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Russland-Woche in der Aula der Universität eröffnet

Artikel vom 13.06.2012 - 11.56 Uhr

Russland-Woche in der Aula der Universität eröffnet

Gießen (vo). Die feierliche Eröffnung der Russland-Woche am Montag in der Aula der Justus-Liebig-Universität stellte die Besonderheit der nicht immer einfachen Beziehung zwischen Deutschland und Russland dar.

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Auftakt der Russland-Woche: Auf dem Podium diskutierten zum Thema »Russen und Russland« (v. l.) Manfred Sapper, Gabriele Gorzka, Thomas Bohn, Dmitrij Belkin und Ludmilla Antonov. (Foto: vo)
Ein facettenreiches Programm soll nicht nur Wissenschaftler und Studierende, sondern auch Interessierte aus der Stadt ansprechen. Neben wissenschaftlichen Veranstaltungen locken kulturelle und kulinarische Leckerbissen.

Wie Vizepräsident Prof. Peter Winker erklärte, wurde die Russland-Woche im deutsch-russischen Jahr der Bildung, Wissenschaft und Innovation 2011/12 gemeinsam vom Bundesministerium für Bildung und Forschung und der Rektorenkonferenz für 15 Standorte ausgeschrieben.

Oberbürgermeisterin Dietlind Grabe-Bolz sprach von widersprüchlichen Perspektiven: Deutsche seien immer von der russischen Seele und der Größe dieses Landes fasziniert gewesen. Über Jahrhunderte habe es einen intensiven kulturellen und geistesgeschichtlichen Austausch gegeben. Zu der gemeinsamen Geschichte gehörten aber auch Kriege, die Nazi-Propaganda vom sowjetischen Untermenschen und der Kalte Krieg. Damals habe US-Präsident Reagan die Sowjetunion sogar das »Reich des Bösen« genannt. Während im 18. Jahrhundert auch Gießener an der Wolga eine neue Heimat gefunden hätten, sei Gießen nach der Wende die zentrale Stelle für Aussiedler aus Russland gewesen. Nun sollten alte Feindbilder neuen Hoffnungen weichen.

Dr. Boris Zaritsky, Senior Konsul der Russischen Förderation, lobte die Vielzahl der Partnerschaften zwischen Firmen, Städten und deutschen Bundesländern mit russischen Regionen. Er unterstrich die Bedeutung der Handelsbeziehungen und der naturwissenschaftlichen Forschung. Ein Beispiel für die Zusammenarbeit sei der neue Teilchenbeschleuniger Fair in Darmstadt.



Russischer Musikabend



»Lieder verbinden«, sagte Prof. Monika Wingender vom Gießener Zentrum Östliches Europa, die das umfangreiche Programm der Woche vorstellte. Sie dankte Julia Ziganshina, die mit volkstümlichen Liedern die Feier gestaltete. Ihre ausdrucksvolle Stimme und ihr mitreißender Vortrag machten Lust auf den russischen Musikabend am heutigen Mittwoch ab 18 Uhr im Konzertsaal des Rathauses. Als Beauftragter für die seit 23 Jahren bestehende Universitätspartnerschaft Gießen-Kazan schilderte Prof. Michael Schmitz die Beteiligung von 14 Disziplinen und die Entstehung vieler Freundschaften: Es sei eine »Partnerschaft mit Herz und Verstand«.



»An Sexappeal verloren«





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Artikel vom 13.06.2012 - 11.56 Uhr
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