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Rüdiger Dahlke referierte über »Krankheiten als Sprache der Kinderseele«

Artikel vom 12.11.2009 - 22.00 Uhr

Rüdiger Dahlke referierte über »Krankheiten als Sprache der Kinderseele«

Gießen (son). Fettleibigkeit, ADHS und Diabetes Typ II sind »die Seuchen der modernen Gesellschaft«. Davon ist Dr. Rüdiger Dahlke überzeugt. Mit seinem Vortrag »Krankheiten als Sprache der Kinderseele« griff der durch zahlreiche Bücher über spirituelle Psychosomatik bekannte Arzt und Psychotherapeut einige Krankheitsbilder auf, die früher bei Kindern kaum bekannt waren und nun immer häufiger bei jungen Menschen diagnostiziert werden. Rüdiger Dahlke referierte über »Krankheiten als Sprache der Kinderseele«
Dr. Rüdiger Dahlke in der Uni-Aula.	(Foto: son)
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Dr. Rüdiger Dahlke in der Uni-Aula. (Foto: son)
Eingeladen zu dem gut besuchten Vortragsabend in der Universitätsaula hatte die Thalia-Buchhandlung im Rahmen ihrer Veranstaltungsreihe.

»Gerade in den USA prägen die Fettleibigen das Straßenbild«, sagte Dahlke Aber auch in Europa seien immer mehr Kinder dick. Ein Grund dafür liege natürlich auf der Ernährungsebene. »Wer sich von Fastfood und dem Industrieabfall der Discounter ernährt, kann problemlos 10 000 Kalorien zu sich nehmen, ohne satt zu werden«, sagte er. Dann werde eben weiter gegessen.

Die industrielle Kost überfordere zudem die Bauchspeicheldrüse und führe direkt in Richtung Diabetes. Die ständige Zuckerschocks, die dem Körper durch süße Zwischenmahlzeiten zugemutet werden, führten nach einem starken Anstieg des Insulinpegels zur Unterzuckerung des Körpers, der mit Reizbarkeit und Unkonzentriertheit reagiere. »Die meisten Unfälle im Straßenverkehr und im Beruf passieren und eine Stunde nach einer Rast oder Essenspause«, sagte Dahlke, dann wenn der Körper falsche Ernährung unterzuckert sei. Einen weiterer Grund für die Fettleibigkeit sieht Dahlke in einem gestörten Selbstbewusstsein. »Das Leben sollte ja eigentlich rund laufen, und wenn es das nicht tut, dann wird man selber rund«.

Bei der Hyperaktivität oder ADHS stellte Dahlke den systemischen Zusammenhang da, in dem sich die betroffenen Kinder, vornehmlich Jungen, befinden. »Meist haben diese Kinder hyperaktive Väter«. Zur medikamentösen Behandlung mit Ritalin äußerte er sich kritisch. »Ein Kind, dass über Jahre diesen Stoff bekommt, wird in seiner seelischen und psychischen Entwicklung behindert«. Ein bessere Ansatz sei hingegen, sich intensiv mit seinem Kind zu beschäftigen, dafür Sorge zu tragen, dass es sich körperlich und geistig auspowern könne.

Eine Bresche schlug Dahlke dagegen für das Fieber. »Fieber ist nichts Schlechtes - es zeigt, dass der Körper kampfbereit ist und kämpfen will gegen Viren und Bakterien.« Daher solle man Fieber bei Kindern nicht gleich mit Medikamenten »niederbomben«. »Jedes Grad Fieber verdoppelt die körpereigenen Abwehrkräfte«, sagte er. Wichtig sei es dagegen, sich Zeit für das fiebernde Kind zu nehmen und es liebevoll zu begleiten, und bei hohem Fieber lieber auf Hausmittel wie Wadenwickel zu setzen. »Das ist für Eltern natürlich auch anstrengend«, meinte er.

Zur gegenwärtigen »Hysterie« um die Schweinegrippe hatte Dahlke ebenfalls eine Meinung. »Die Schweinegrippe ist reine Industriepolitik, die von Pharmakonzernen, Politikern, Journalisten und »Medzynikern« hochgepuscht werde, um den Menschen Angst zu machen. »Und die Angst ist das Eigentliche, was einen krank macht, denn sie reduziert die Abwehrkraft«.

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Artikel vom 12.11.2009 - 22.00 Uhr
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