Nachrichten Web
Sie sind hier: Startseite » Stadt » Übersicht »

Rausch: Vierspurige Adenauer-Brücke am wirtschaftlichsten

Artikel vom 20.03.2010 - 08.00 Uhr

Rausch: Vierspurige Adenauer-Brücke am wirtschaftlichsten

Gießen (mö). Bau- und Planungsdezernent Thomas Rausch (CDU) sieht keine Alternative zu einem vierspurigen Neu- und Ausbau der Konrad-Adenauer-Brücke. Der mit knapp neun Millionen Euro Investitionskosten veranschlagte Brückenbau bleibe unterm Strich »die wirtschaftlichste Variante« für die Stadt.
Rausch stützt seine am Feitag in einer Presseerklärung gegebene Einschätzung auf Informationen des Frankfurter Amts für Straßen- und Verkehrswesen, die erst in der vergangenen Woche hätten beschafft werden können. Danach würde die Stadt im Fall eines dreispurigen Ausbaus keine Zuschüsse vom Land erhalten. Im Anhang des vom Magistrat am 1. März beschlossenen Projektantrags heißt es dagegen noch, auch bei einem dreispurigen Ausbau sei ein Zuschuss in Höhe von fast 5,3 Millionen Euro zu erwarten.

Rausch gibt damit auch eine Antwort auf die von Oberbürgermeisterin Dietlind Grabe-Bolz (SPD) wegen der Kostenexplosion bei der Sanierung der früheren US-Grundschule aufgeworfene Frage, ob man beim Brückenbau nicht besser abspecken sollte. Denn aus Sicht des CDU-Stadtrats ist der vierspurige Neubau auf lange Sicht - gegenüber einer Sanierung mit vier Spuren - die kostengünstigste Lösung.

Eine Aufstellung des Tiefbauamts kommt auf Investitionskosten von 8,97 Millionen Euro für den vierspurigen Neubau, wobei die Stadt 2,28 Millionen Euro aufbringen müsste, da das Land 75 Prozent der zuschussungsfähigen Kosten in Höhe von gut 7,9 Millionen tragen würde. Hinzu kämen 760 000 Euro, die das Land an Kosten für den reinen Straßenbau übernehmen würde. Mit einem städtischen Kostenanteil in Höhe von glatten zwei Millionen Euro auf den ersten Blick etwas günstiger käme die vierspurige Sanierung, die für Rausch aber ausscheidet, weil die Lebensdauer deutlich kürzer wäre.

Die vom Tiefbauamt gerechneten Varianten mit drei und zwei Spuren scheiden aus dem genannten Grund der fehlenden Bezuschussung aus. Unter Bezugnahme auf ein Verkehrsgutachten und die Aussagen des Landesamts stellt Rausch fest, dass auch ein dreispuriger Ausbau nicht förderfähig wäre, da eine Spur mehr nur eine geringe Verbesserung für den Verkehrsfluss bringe. Stadtauswärts bliebe es beim Rückstau in den Bereich Westanlage/Selterstor.

Wie Rausch weiter erklärte, habe das Straßenbauamt mitgeteilt, dass gemeinsame Projekte von Kommune und Land »in der Priorisierung des Förderprogramms bevorzugt und vorrangig behandelt« würden. Wie berichtet, soll der Zuschuss aus dem Topf des Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetzes (GVFG) kommen. Laut Verkehrsministerium werden GVFG-Zuschüsse nur dann gewährt, wenn das geförderte Bauprojekt zur Verbesserung der Verkehrsverhältnisse beiträgt und den Grundsätzen der Wirtschaftlichkeit und Sparsamkeit entspricht.



Artikel Drucken Drucken  Versenden
Artikel vom 20.03.2010 - 08.00 Uhr
Social Networks
Facebook Twitter studiVZ meinVZ schülerVZ MySpace  Del.icio.us
X Diesen Artikel versenden






* Bitte füllen Sie alle Felder aus.
Kommentar schreiben
Impressum Kontakt AGB Nutzungsbedingungen Datenschutz
TopSeitenanfang