Rangierlok drehte wieder um - Schranken blieben unten
Gießen (kw). Eine gute Viertelstunde lang warteten Autofahrer und Businsassen am Montagmorgen gegen 8.45 Uhr auf der Bundesstraße 49 vor dem Bahnübergang Grünberger Straße: Die Schranken blieben unten. Erst ein per Pkw herbeigeeilter Techniker konnte sie wieder nach oben bewegen.
Grund war eine Rangierfahrt, erläuterte ein Sprecher der Deutschen Bahn AG auf Anfrage der AZ. Die automatische Anlage werde normalerweise von den durchfahrenden Zügen gesteuert: Wenn sie sich dem Bahnübergang nähern, löst der Einschaltkontakt aus, und die Schranken senken sich. Ein Stück hinter der Kreuzung fahren die Wagen über den Ausschaltkontakt; der Übergang wird wieder geöffnet.
Die Rangierlok am Montagmorgen habe aber nur den Einschaltkontakt berührt und dann umgedreht. In solchen Fällen sollte der Fahrdienstleiter eigentlich zuvor die Automatik abschalten, um den Übergang selbst zu schließen und zu öffnen. Das sei offenbar vergessen worden, so der Sprecher. Im Nachhinein lasse sich die Automatik aus Sicherheitsgründen nicht mehr vom Stellwerk aus abschalten. Nur vor Ort konnten Techniker die Schranken wieder hochfahren.