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RP ernennt Joe Bausch zum Mittelhessen-Botschafter

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Artikel vom 28.10.2013 - 11.41 Uhr

RP ernennt Joe Bausch zum Mittelhessen-Botschafter

Gießen (pd). Er ist Arzt, Schauspieler, Moderator, »aber auch gebürtiger Mittelhesse«. Mit Joe Bausch küre das Regionalmanagement einen im wahren Wortsinne »außergewöhnlichen Botschafter«, bekräftigte Regierungspräsident Dr. Lars Witteck am Sonntagvormittag in den Räumen der Gießener Allgemeinen Zeitung.

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Joe Bausch ist neuer Botschafter der Region Mittelhessen. Die Urkunde überreichen Regierungspräsident Witteck (l.) und Regionalmanagement-Prokurist Jens Ihle.
© O.Schepp
Dass Dr. Hermann-Joseph Bausch-Hölterhoff, wie der 60-Jährige mit vollem Namen heißt, den Titel eines Mittelhessen-Botschafters tragen darf, liegt nicht nur an seinen Westerwälder Wurzeln.

Der Mann, den Millionen Fernsehzuschauer als raubeinigen Rechtsmediziner Dr. Joseph Roth aus dem Kölner »Tatort« kennen, ist im richtigen Leben Regierungsmedizinaldirektor in einer Justizvollzugsanstalt – Joe Bausch ist Gefängnisarzt. »Dieser Berufsweg war ihm nicht vorgezeichnet«, richtete Witteck den Blick auf Bauschs Kindheit (»das Leben war kein Zuckerschlecken«) auf einem Bauernhof in der Nähe von Limburg. Nach dem Abitur habe der junge Mann zunächst die eroberte Freiheit genutzt, unter anderem Theaterwissenschaft, Politik und Germanistik in Köln und später Jura in Marburg studiert. Schließlich habe er sich gegen die Schauspielerei als Hauptberuf entschieden, Medizin studiert und mit 33 Jahren seinen Dienst im Gefängnis angetreten.

Der RP erwähnte Bauschs Buch »Knast«, in dem der Arzt die Verhältnisse in den Vollzugsanstalten transparent mache, »ohne sie in irgendeiner Hinsicht zu beschönigen«. Das Buch des 60-Jährigen, vor allem aber seine tägliche Arbeit, »stellen einen Verdienst an unserer Gesellschaft dar«. Witteck nutzte die Laudatio für ein Plädoyer, Zeit und Mühe in die Resozialisierung von Strafgefangenen zu investieren. »Joe Bausch investiert diese Zeit und Mühe – seit nunmehr beinahe 30 Jahren.«

Couragiert setze sich der Arzt auch über sein Berufsleben hinaus für gesellschaftliche Randbereiche ein, »derer sich die meisten Menschen zu fein sind«. Witteck verwies auf den Verein »Tatort – Straßen der Welt«, den Bausch gemeinsam mit Schauspielkollegen gegründet hat. Der Verein setzt sich für benachteiligte Kinder aus armen Verhältnissen und ihre Belange ein.

»Joe Bausch ist ein Mensch, der nicht den richtigen Weg predigt, sonder ihn selbst beschreitet«, unterstrich der Regierungspräsident seinen Stolz, »dass er von heute an einer unserer Botschafter für Mittelhessen ist«.

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Artikel vom 28.10.2013 - 11.41 Uhr
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