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Projektbörse bringt Schüler und Experten zusammen

Artikel vom 19.09.2009 - 16.00 Uhr

Projektbörse bringt Schüler und Experten zusammen

Gießen (fd). Die »heiße Phase«hat begonnen: Bis zum 27. November können Lehrer, Wissenschaftler, Unternehmen und vor allem Schüler ihre Bewerbungen für den Förderwettbewerb »Stadt der Jungen Forscher« einreichen.
Rund 100 Interessierte kamen am Freitag ins Mathematikum zu Prof. Albrecht Beutelspacher (r.), um sich zu informieren.	(Foto: Sc
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Rund 100 Interessierte kamen am Freitag ins Mathematikum zu Prof. Albrecht Beutelspacher (r.), um sich zu informieren. (Foto: Schepp)
Mit einer Summe von 25 000 Euro wollen die Stadt Gießen, die Justus-Liebig-Universität, die Fachhochschule und der Regionalmanagement-Verein Mitte Hessen möglichst viele Projekte bezuschussen, die Jugendlichen wissenschaftliches Arbeiten und forschendes Lernen näher bringt. Neben der finanziellen Förderung winkt den Projekten die Hilfe bei der Herstellung von Kontakten: Auf einer Projektbörse können Schüler wie Wissenschaftler online bereits nach Kooperationspartnern suchen. Bei einer Veranstaltung vor über 100 Interessierten - darunter zahlreiche Schüler - wurden die Bedingungen erläutert.

Projekte, welche die Kriterien einer Förderung erfüllen und deren Teilnahme am Wettbewerb damit erfolgsversprechend ist, beschrieb Prof. Albrecht Beutelspacher, Leiter des Mathematikums, anhand eines Gegenbeispiels: »Das, was ich in meiner Kindheit gemacht habe, hat keine Chance vor der Jury.« Als chemiebegeisterter Jugendlicher habe er in seiner Tübinger Heimat alleine bei ersten Experimenten fast das elterliche Wohnzimmer in Brand gesteckt. Vielmehr gilt als Vorbedingung, dass mindestens eine Kleingruppe von Schülern (8. bis 13. Klasse) aus der Region Mittelhessen beteiligt sein muss, die im Rahmen des Projekts mit einer wissenschaftlichen Einrichtung oder einem forschenden Unternehmen kooperiert. Unterstützt wird dies durch eine Lehrkraft. Die Forschung soll dabei so ergebnisoffen und eigenständig wie möglich durchgeführt werden.

Ähnlich hatte es sich auch Jakob Felder vorgestellt. »Falls jemand im Raum ist, der uns bei der Umsetzung unserer Idee helfen kann, soll er uns bitte nachher ansprechen«, nutzte der 18-jährige Schüler der Ostschule die Gunst der Stunde. Er plant mit seinen Mitschülern Kaan Bülte und Kathrin Rüdinger mittels eines Unterwassermikrofons herauszufinden, wie Tiere in der Lahn kommunizieren. Vom Förderwettbewerb haben sie eher zufällig erfahren und hoffen nun auf Unterstützung - und diese muss nicht unbedingt finanzieller Art sein: »Die Herstellung von Kontakten zu Forschungseinrichtungen kann genauso hilfreich sein«, erklärte Felder.

Weil gerade dieser Aspekt - die Kooperation - gefördert werden soll, haben die Organisatoren um Sadullah Gülec, Gießen Marketing GmbH, auf dem Internetauftritt des Wettbewerbs (www.forschung-macht-schule.de) eine Projektbörse eingerichtet. Schülergruppen können dort Wissenschaftlern und Unternehmen ihre Projekte vorstellen und auf fachkundige Kontakte hoffen. Genauso dürfen auch andere Ideengeber nach Schülern suchen, die ihre Projekte umsetzen. In der Kategorie »Schulen gesucht« findet man so beispielsweise das Projekt von Manuel Heinrich: Sein Verein Criminalium möchte zusammen mit Jugendlichen herausfinden, warum Schüler ausrasten: Die Nachwuchsforscher sollen einen Fragebogen entwickeln, ihre Mitschüler befragen, die Ergebnisse auswerten und letztlich präsentieren. »Die Projektbörse wird uns die Suche nach interessierten Jugendlichen erleichtern«, freute sich Heinrich.

Und Christina Stork, Körber Stiftung, freute sich darüber, dass mit der Fragebogen-Idee zumindest schon einmal ein Projekt aus dem sozial-, geistes- und kulturwissenschaftlichen Bereich in Planung ist: »Das ist kein rein naturwissenschaftlicher Wettbewerb«, erklärte die Vertreterin der Körber Stiftung.



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Artikel vom 19.09.2009 - 16.00 Uhr
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