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Prof. Peter Winker dritter Vizepräsident der Uni

Artikel vom 08.02.2012 - 21.21 Uhr

Prof. Peter Winker dritter Vizepräsident der Uni

Gießen (son). Das Präsidium der Justus-Liebig-Universität Gießen hat sich vergrößert. Am Mittwochnachmittag wählte der erweiterte Senat in der Universitätsaula Prof. Peter Winker zum dritten Vizepräsidenten.

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Universitätspräsident Prof. Joybrato Mukherjee (r.) beglückwünscht den neuen Vizepräsidenten Prof. Peter Winker. (Foto: son)
Der 46-jährige Wirtschaftswissenschaftler erhielt 18 von 29 abgegebenen Stimmen. Sieben votierten gegen ihn, vier enthielten sich. Winker wird ab April 2012 in seiner dreijährigen Amtszeit für das neu geschaffene Ressort wissenschaftliche Infrastruktur verantwortlich zeichnen.

Winker studierte Mathematik und Volkswirtschaftslehre in Konstanz und Paris. 1996 promovierte er in Konstanz, im Jahr 2000 folgte die Habilitation an der Universität Mannheim. Nach einer Professur an einer privaten Hochschule in Bruchsal nahm er im Jahr 2002 einen Ruf an die Universität Erfurt an. Vor sechs Jahren wechselte er an die Justus-Liebig-Universität, wo er die Professur für Statistik und Ökonometrie innehat. Er ist Prodekan des Fachbereichs 02 Wirtschaftswissenschaften. Seine Forschungsschwerpunkte liegen im Bereich der rechnergestützten Verfahren in Statistik und Ökonometrie. Am Zentrum für internationale Entwicklungs- und Umweltforschung der JLU beschäftigt er sich mit ökonomischen Fragestellungen im Entwicklungskontext.

In seiner Anhörung sprach Winker davon, dem neu geschaffenen Bereich Ausrichtung und Profil geben zu wollen. Im Zentrum seiner Arbeit steht die strategische Verantwortung für die wissenschaftliche Nutzung aller Infrastruktureinrichtungen in Forschung und Lehre. Winker möchte ein guter Ansprechpartner für die bestehenden Einrichtungen wie Universitätsbibliothek, Hochschulrechenzentrum und Werkstätten sein. Als wichtig erachtete Winker eine offene Gesprächskultur in allen Fragen der wissenschaftlichen Infrastruktur, was unter anderem bei aktuellen Baumaßnahmen der Universität eine Rolle spiele. So seien ihm beispielsweise ausreichende Arbeitsräumlichkeiten für Studierende ein Anliegen. »Für die Fachbereiche bin ich gerne eine weitere Schnittstelle im Präsidium«, sagte er. Auf die Nachfrage aus Studierendenreihen, wie er zu dem Thema Studiengebühren stehe, antwortete Winker eher vorsichtig. »Die hessischen Universitäten werden derzeit mit Mitteln aus dem Landeshaushalt finanziert«, sagte er. Es sei ganz klar, dass die JLU diese Mittel dringend benötige. Fielen diese Landesmittel eines Tages weg, müsse man auch wieder über Studiengebühren nachdenken. Hier halte er nachlaufende Gebühren für sinnvoll.

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