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Preise für Gas und Fernwärme steigen zum April

Artikel vom 12.02.2010 - 20.02 Uhr

Preise für Gas und Fernwärme steigen zum April

Gießen (ck). Nach zwei Preissenkungen für Gas und Fernwärme im vergangenen Jahr müssen sich die Kunden der Stadtwerke Gießen AG im Frühjahr auf höhere Kosten für Energie einstellen.
Wegen des seit Mitte 2009 steigenden Ölpreises hebt der hiesige Anbieter zum 1. April seine Preise bei Gas um brutto 0,36 Cent je Kilowattstunde und bei Fernwärme um brutto 0,48 Cent pro Kilowattstunde an. Das kündigte am Freitag vor Journalisten SWG-Vorstandsvorsitzender Manfred Siekmann an. Die Preise für Strom und Wasser bleiben stabil.

Für die Verbraucher bedeutet dies eine prozentuale Erhöhung um bis zu 6,52 Prozent bei den Arbeitspreisen (die Grundpreise bleiben unberührt). Davon betroffen ist ein Heizgaskunde, der jährlich 26 300 Kilowattstunden (kWh) - das ist der Wert eines Durchschnittskunden im Einfamilienhaus, der mit Gas heizt und kocht - benötigt. Er wird im Jahr um 94,68 Euro mehr zur Kasse gebeten. Kunden, die Gas lediglich zum Kochen oder zur Aufbereitung von Warmwasser einsetzen, müssen bei einem Jahresverbrauch von 2500 kWh 4,24 Prozent oder 9 Euro mehr bezahlen.

Fernwärmekunden müssen etwas tiefer ins Portemonnaie greifen: Bei einem Verbrauch von 7400 kWh entsteht eine Steigerung von 5,52 Prozent oder 35,52 Euro jährlich, bei einem Einfamilienhaus mit einem Verbrauch von 22 500 kWh erhöht sich die Rechnung um 6,05 Prozent oder 108 Euro pro Jahr. Als Grund für die Anhebung nannte Siekmann die seit Frühsommer letzten Jahres steigenden Ölpreise. Habe man die durch die Ölpreisbindung höheren Gasbezugskosten zum Jahreswechsel noch selbst aufgefangen und damit den Kunden Preissteigerungen in der Hauptheizperiode erspart, sei nun eine Anpassung unumgänglich. Trotz der vorgesehenen Erhöhung sieht der Vorstandsvorsitzende das Unternehmen am Markt weiterhin gut positioniert. »Nach der Erhöhung kommen die Stadtwerke erst auf ein Preisniveau, das benachbarte Anbieter bereits vor dem Winter hatten.«

Für längerfristig orientierte Gaskunden planen die SWG - so Marketing- und Vertriebsleiterin Ina Weller - ein neues Angebot: Zum Frühjahr wollen sie mit einem »attraktiven Festpreisangebot« unter dem Namen »Thermofix« auf den Markt kommen, das den Verbrauchern ein höheres Maß an Planungssicherheit bei den Energiekosten über die kommende Heizperiode hinaus verspricht; schließlich würden rund 42 Prozent der gesamten Jahresmenge an Gas jeweils im ersten Quartal abgegeben werden. Die Bedingungen stünden noch nicht fest, derzeit liefen mit dem eigenen Gaslieferanten noch entsprechende Verhandlungen. In jedem Fall solle es sich um eine begrenzte Offerte handeln. Nähere Informationen dazu sollen Mitte/Ende März bekannt gegeben werden.

Kunden, die ihren Gaszähler zum Stichtag selbst ablesen möchten, bieten die SWG mit einem neuen Sprachportal eine weitere Möglichkeit, die Zahlen weiterzugeben. Vom 22. März bis zum 16. April ist unter Tel. 7008-2020 ein Sprachcomputer geschaltet, der die Gaszählerstände entgegen nimmt. Darüber hinaus erhalten die Kunden mit den Informationen zu den neuen Gaspreisen in den kommenden Wochen auch eine personalisierte Zählerablesekarte, die bis zum 16. April eingesandt werden sollte. Wie gewohnt kann auch der Onlineservice (www.stadtwerke-giessen.de) zur Weitergabe der Zahlen genutzt werden. Notwendig ist das Siekmann zufolge aber nicht, da die Verbrauchswerte grundsätzlich auch rechnerisch - oder wie bei Fernwärme per Fernauslesung - ermittelt werden können.

Fragen zu Preisen oder Rechnungen beantworten die SWG-Mitarbeiter unter Tel. 0180 22 11 100. Weitere Infos zu Preisen und Angeboten finden sich unter www.stadtwerke-gießen.de

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Artikel vom 12.02.2010 - 20.02 Uhr
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