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Parkdeck und Lärmschutzwand an Miller Hall

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Artikel vom 16.10.2013 - 13.00 Uhr

Parkdeck und Lärmschutzwand an Miller Hall

Gießen (mö). Rund um die Miller Hall tut sich etwas. Im Außenbereich wird seit einigen Wochen wieder gearbeitet. Was die Wiederbelebung der altehrwürdigen Volkshalle an der Grünberger Straße als Veranstaltungsort betrifft, zeichnen sich nun auch Lösungen für Probleme wie Parkplatzbeschaffung und Lärmschutz ab.

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Hinter der Miller Hall soll ein Parkdeck gebaut werden. Früher befanden sich hier zwei Tennisplätze. (Foto: mö)
So ist geplant, auf der Südwestseite der Halle, wo sich zwei Tennisplätze befanden, eine Parkgarage mit rund 50 Plätzen zu errichten. Zur Fröbelstraße hin soll zudem eine bis zu fünf hohe Wand die Anwohner vor Lärm schützen.

Dies geht aus dem erneut von der Stadt veröffentlichten Bebauungsplan »Dulles-Siedlung« hervor, der wegen des Umbaus der Miller Hall nun ein weiteres Mal geändert wird. Dabei geht es in erster Linie darum, die Rahmenbedingungen für den Betrieb einer Veranstaltungshalle zu schaffen und dabei insbesondere die Rechte der Nachbarn zu schützen. Diese Notwendigkeiten werden von den Eigentümern und Investoren mittlerweile anerkannt, die, auch was den Denkmal- und Brandschutz betrifft, eng mit den städtischen Behörden zusammenarbeiten. Dies lässt sich der Begründung der Planung entnehmen.

Insgesamt sollen im Geltungsbereich der Planung rund 120 Parkplätze für den Regelbetrieb der Halle geschaffen werden. Für die wenigen Großveranstaltungen mit einer Besucherzahl von bis zu 1500 – in einem gesonderten Vertrag soll deren Zahl auf sieben pro Jahr beschränkt werden – sollen 450 Stellplätze zur Verfügung stehen, vorausgesetzt die Universität stimmt der Mitbenutzung eines Teils ihrer Parkplätze am Sportinstitut am Kugelberg zu.

Wie es in der Planbegründung heißt, waren mehrere schalltechnische Untersuchungen durchgeführt worden. Danach wird die Durchführung auch abendlicher Veranstaltungen mit bis zu 850 Personen als weitgehend unproblematisch angesehen, wenn im Halleninnern der Schallschutz baulich verbessert wird. Discoveranstaltungen werden, unabhängig von der Besucherzahl, generell ausgeschlossen. Tagsüber soll die Halle in erster Linie den heimischen Vereinen zur Verfügung stehen. Diesbezüglich gebe es Kontakte zwischen den Betreibern der Miller Hall und den Vereinen.

Die Planung bezieht auch die Straße »An der Volkshalle« ein, die zu einer kleinen Allee mit fast 30 Parkplätzen umgestaltet werden soll. Der frühere Rasensportplatz der Amerikaner, gelegen zwischen Fröbelstraße und Kunstrasenplatz, soll geteilt werden; für den nördlichen Teil ist ein Spielgelände vorgesehen, für den südlichen Bereich ein Parkplatz mit 60 Plätzen. Hier sollen die Nutzer des gegenüberliegenden Geschäftshauses ihre Autos abstellen können, die bislang auf dem Gelände der Miller Hall parken. Eine Neuigkeit enthält die neuerliche Planänderung auch hinsichtlich der früheren Middle School. Was diese Immobilie betrifft, befinde sich die Lebenshilfe als Eigentümerin gegenwärtig in Verhandlungen mit einem Träger, der dort eine Begegnungsstätte für seelisch Kranke einrichten will.

Die Wiederbelebung der Miller Hall war ins Stocken geraten, da die neuen Eigentümer, die die Immobilie 2011 für 470 000 Euro ersteigert hatten, das Projekt blauäugig in Angriff genommen hatten. Folge war unter anderem ein Baustopp, den die Stadt verhängte. Mit dem Abschluss des Bebauungsplans und des vorgesehenen städtebaulichen Vertrag, den Stadt und Eigentümer abschließen wollen, dürfte für die Investoren auch die Baugenehmigung für das Gesamtvorhaben in greifbare Nähe rücken.

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Artikel vom 16.10.2013 - 13.00 Uhr
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