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Ostschule wird Dauerbaustelle

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Artikel vom 11.01.2017 - 15.00 Uhr

Ostschule wird Dauerbaustelle

Gießen (mö). Schon über 40 Jahre hat die zwischen 1970 und 1975 errichtete Gesamtschule Gießen-Ost auf dem Buckel. Jetzt stehen große Umbaumaßnahmen bevor. Bis 2020 werden Stadt und Land rund fünf Millionen Euro in den Umbau des Schulzentrums Ost stecken.

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Die Gesamtschule Gießen-Ost wird in den kommenden Jahren zur Dauer- und Großbaustelle. Bis 2020 sollen fünf Millionen Euro verbaut werden. (Foto: Schepp)
© Oliver Schepp
Kein Wunder, wenn Schulleiter Frank Reuber feststellt: »Der hohe inhaltliche Standard und das pädagogische Konzept unserer Schule spiegeln sich nicht in den räumlichen Bedingungen des Unterrichtsalltags wider.« Aber an dieser Situation soll sich in den nächsten Jahren einiges ändern. Die Stadt vergibt gerade die ersten Planungsleistungen zur Erneuerung der Gebäudetechnik.

»Es geht vorrangig um den Ostflügel«, erklärt Schuldezernentin Astrid Eibelshäuser zu den aktuellen Vorhaben. Das Hochbauamt hat im Rahmen von zwei Ausschreibungen die Modernisierung der Elektrotechnik, der Heizung und Lüftung sowie der Wasserversorgung und Abwasserentsorgung ausgelobt. Auf gebäudetechnische Sperenzchen wird bewusst verzichtet. »Wir suchen Planungen, die sich nicht an Hightech-Lösungen orientieren und alles technisch Machbare umsetzen, sondern mit einfachen Lösungen die Anforderungen der Nutzer erfüllen«, heißt es in der Ausschreibung.

In die Planungen und Arbeiten, die sich nach Erwartung des Hochbauamts bis Ende kommenden Jahres hinziehen werden, wird laut der SPD-Stadträtin auch Geld aus dem Kommunalen Investitionsprogramm gesteckt, das vom Land Hessen Mitte vergangenen Jahres bewilligt worden war. Es geht um 2,1 Millionen Euro, die die Stadt in den kommenden Jahren mit Eigenmitteln aufstocken will. Die mittelfristige Investitionsplannung bis 2020 sieht fünf Millionen Euro für die Gesamtschule am Alten Steinbacher Weg vor. Sie sollen in »enger Asprache« mit der Schulgemeinde verbaut werden, wie Eibelshäuser betont. Das Hochbauamt hat bereits 20 volldigitalisierte, moderne Unterrichts-Container bestellt.

Die Erneuerung der Gebäudetechnik sowie die – teilweise bereits durchgeführte – energetische Sanierung stehen am Anfang einer abschnittsweisen Komplettsanierung mit Neuordnung der Räume. Während sich im Außenbereich in den letzten Jahren bereits viel getan hat, besteht im Gebäudeinneren viel Nachholbedarf. Auch die erst 2007 im Zuge der Erweiterung der Osthalle entstandene Mensa im Foyer der Sportstätte ist bereits zu klein und liegt einfach zu dezentral. Neben einer neuen Mensa sind zudem bauliche Veränderungen im Bereich der Übergänge zwischen den Trakten geplant. Auch zwischen Cafeteria, Aula und Mediothek soll eine Verbindung entstehen.

Die einzelnen Maßnahmen sollen in einem Konzept gebündelt und dann dem Stadtparlament zur Genehmigung vorgelegt werden. Bereits im kommenden Frühjahr wird der Fachbereich Kunst und Kultur der GGO im Westtrakt des Schulzentrums vier neue Räume beziehen, in denen viele Jahre die Abendschule zu Hause war.

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Artikel vom 11.01.2017 - 15.00 Uhr
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Leserkommentare
(11.01.2017 18:40)
Leser
Fahrradkeller?
Hoffentlich sieht das Nutzungskonzept auch ein anderes Konzept für den früheren Fahrradkeller vor. Im Keller parken nämlich seit Jahren Autos der Lehrer- und Schülerschaft und die radfahrenden Kinder dürfen die Räder im Regen bzw. Schnee draußen parken. Wäre ja mal schlau, wenn man denjenigen überdachtes Parken bietet, die keinen Stau und Dreck in der Stadt hinterlassen. Aber Luftreinhaltung und nachhaltigen Verkehr gibt es wohl nur in Sonntagsreden.
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