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Neues Leben im Nordstadtbüro

Artikel vom 05.02.2010 - 22.45 Uhr

Neues Leben im Nordstadtbüro

Gießen (kw). Ein gutes Jahr lang stand es weitgehend leer, jetzt ist das Nordstadtbüro in der Reichenberger Straße 9 wieder regelmäßig besetzt. »Und es sind schon viele Leute mit Anliegen zu uns gekommen«, berichten die neue Stadtteilmanagerin Yvonne Bleidorn und die Verwaltungskraft Heike Grimm.
Die Tür des Nordstadtzentrums steht wieder offen: Ansprechpartnerinnen sind jetzt die neue Stadtteilmanagerin Yvonne Bleidorn (l
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Die Tür des Nordstadtzentrums steht wieder offen: Ansprechpartnerinnen sind jetzt die neue Stadtteilmanagerin Yvonne Bleidorn (l.) und Verwaltungskraft Heike Grimm. Viel auf die Beine stellen wollen sie gemeinsam mit dem Nordstadtverein, beim Pressegespräch vertreten durch (v. r.) Patrick Walldorf, Ralf Volgmann und Peter Sommer. (Foto: kw)
Die Arbeit werde schnell wieder »in Schwung kommen« - diese Überzeugung äußerte Patrick Walldorf, Vorsitzender des Nordstadtvereins, bei einem Pressegespräch. Zu den vielfältigen Vorhaben für die nächste Zeit gehört ein künstlerischer »Bankpfad«.

Von 1998 bis 2008 flossen im Rahmen des Bund-Länder-Programms »Soziale Stadt« rund 70 Millionen Euro in die Nordstadt. In den drei Jahren bis 2012 erhält der neue Verein von Bund, Stadt und Land erneut je 135 000 Euro zur »Verstetigung« des Angebots. Der Vertrag wurde im Dezember unterschrieben, der Mietvertrag mit der Stadt über das Nordstadtzentrum steht kurz vor dem Abschluss. Walldorf und seine Vorstands-Kollegen Peter Sommer und Ralf Volgmann äußerten ihre Freude darüber, dass nun erneut zwei Hauptamtliche das Büro beleben. Aber auch in der Zwischenzeit sei das Gebäude keinesfalls ungenutzt gewesen, betonen sie. Nicht nur ist der Saal häufig vermietet; Angebote wie die Stadtteilbibliothek, Seniorentreff und Mittagstisch liefen ebenfalls weiter. »Auch ein Nordstadtfest haben wir letztes Jahr auf die Beine gestellt«, betont Sommer.

Auf die Konzepte der Vorjahre will Yvonne Bleidorn aufbauen. »Ich bin herzlich aufgenommen worden, es gefällt mir gut«, berichtet die 30-jährige studierte Raumplanerin. Sie hat bisher in Lippstadt für eine Immobilien- und Standortgemeinschaft - »so etwas wie hier die BIDs« - gearbeitet. Heike Grimm (48) bringt vielfältige Erfahrungen aus Büroarbeit in verschiedenen Firmen mit, die rund um Bauen und Wohnen tätig sind.

Bauarbeiten werden die beiden in den nächsten drei Jahren häufig erleben, denn das Nordstadtzentrum soll - wie berichtet - Schritt für Schritt umfassend saniert werden. Rund 700 000 Euro - 600 000 davon von der Stadt als Eigentümerin - fließen in das Gebäude und das benachbarte Jugendzentrum »Holzwurm«. Das ehemalige »Café am Rodtberg« sei vor einigen Jahren zwar optisch verschönert worden, doch die Technik und der Wärmeschutz seien erneuerungsbedürftig, heißt es.

Das Nordstadtfest wird dieses Jahr am 26. Juni gefeiert. Zum Vorbereitungstreffen am 24. Februar (13.30 Uhr im Nordstadtzentrum) sind alle Interessierten willkommen. Beim Fest werden die Künstlerinitiativen »Kümmerei« und »Trafo« über das Bankpfad-Vorhaben unter dem Titel »Der dritte Ort« informieren. Rund ein halbes Dutzend farbige Sitzmöglichkeiten sollen aufgestellt und einige bestehende umgestaltet werden. Auch über ein erneutes »EigenArt«-Festival wird nachgedacht.



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