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Neuer Ratgeber zur Schonung der »neuen Niere«

Artikel vom 14.03.2010 - 11.00 Uhr

Neuer Ratgeber zur Schonung der »neuen Niere«

Gießen (if). »Aller guten Dinge sind drei«, besagt zwar das Sprichwort. Doch Huberta Eder beließ es nicht bei drei Büchern, sondern schrieb einen vierten Ratgeber für Nierenkranke, der dieser Tage erschienen ist.
Huberta Eder mit ihrem neuesten Ratgeber.	(Foto: if)
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Huberta Eder mit ihrem neuesten Ratgeber. (Foto: if)
Nachdem bereits vor 15 Jahren ihr Erstlingswerk »Bessere Ernährung für Dialysepatienten« herauskam, folgte fünf Jahre später die »Bunte Küche für Dialysepatienten«. »Am besten frisch gekocht« lautete dann der Titel des 2007 in die Buchhandlungen gekommenen dritten Ratgebers und Kochbuchs mit wichtigen Tipps für chronisch Nierenkranke. Auch Nummer vier, das jüngste Eder-Opus, ist für Nierenpatienten bestimmt: Für jene Glücklichen, die sich oft nach langen, quälenden Jahren des Wartens aus der Dialyse verabschieden und sich über eine »neue Niere« freuen können.

»Essen ist ein großes Stück Herzenssache«, lautet die Motivation der Autorin, die seit rund 35 Jahren als Lehrassistentin am Uniklinikum Gießen in die Ausbildung ganzer Generationen von staatlich geprüften Diätassistentinnen mitwirkt. »Für die Patienten«, so erläutert sie, »bedeutet die Transplantation, dass viele Beschränkungen aus der Zeit der Dialyse entfallen und zugleich die Verantwortung beginnt, alles dafür zu tun, um die neue Niere zu erhalten. Dies bedeutet neben der optimalen Einstellung aller Risikofaktoren von Bluthochdruck bis Diabetes auch eine gesunde Ernährung.«

Den medizinischen Informationen zufolge, die von dem früheren Gießener, inzwischen Bad Nauheimer Nierenspezialisten Dr. Ralf Schäfer stammen, ist beispielsweise jetzt der Körper wieder in der Lage, Wasser, Salze und Säuren auszuscheiden. Die zuvor geschrumpfte Harnblase muss sich wieder an die Füllung gewöhnen, auch wenn das zunächst eine Umstellung bedeutet. Das neue Organ scheidet Kalium und Natrium wieder besser aus, was zu einem Mehrbedarf führt. Wie im Anschluss an eine Nierentransplantation die Ernährung aussehen sollte, was beispielsweise den Phosphat- oder den Kalziumspiegel betrifft: Huberta Eder setzt ihre Leser imstande, sich angemessen auf die neue Situation einzustellen. Dabei werden vom ausführlichen Rezeptteil des 200-Seiten Bandes - vom »Fleischfreien aus Topf und Pfanne« bis zum »Leckeren zur Frühstücks-, Kaffee- und Abendzeit« - auch andere Leser, die auf gesunde Ernährung Wert legen, eine Fülle von Anregungen gewinnen können. Die anspruchsvolle Aufmachung des sorgsam gemachten neuen Ratgeber-Bandes macht jedenfalls, illustriert mit luftigen Aquarellen Elke von Boeselagers, auch zum Schmökern richtigen Appetit.

Huberta Eder: »Gesunde Ernährung für Nierentransplantierte. Ratgeber und Kochbuch für Menschen mit neuer Niere.« ISBN 978-3-841-8 Kirchheim-Verlag Mainz.

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Artikel vom 14.03.2010 - 11.00 Uhr
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