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Neuer Centermanager sagt Leerstand den Kampf an

Artikel vom 06.02.2010 - 11.00 Uhr

Neuer Centermanager sagt Leerstand den Kampf an

Gießen (pd). Michael Schüller ist der vierte Centermanager seit der Eröffnung der Galerie Neustädter Tor im Oktober 2005. Und er nimmt kein Blatt vor den Mund. »Leider ist es in den letzten viereinhalb Jahren nicht gut gelaufen«, sagt Schüller. Indiz dafür seien unter anderem zehn Leerstände in der »Mall«.
Centermanager Schüller will die Galerie in die Erfolgsspur führen.
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Centermanager Schüller will die Galerie in die Erfolgsspur führen.
Der 33-Jährige steht seit Oktober 2009 an der Spitze des Einkaufszentrums. Seinerzeit hatte die Essener Management für Immobilien AG (mfi) das Centermanagement von der Rosco-Gruppe übernommen. Das Bad Hersfelder Unternehmen ist damit komplett aus der Administration des Einkaufszentrums verschwunden. 2006 hatte Rosco die Galerie an den US-Fonds »Pramerica Real Estate Investors« verkauft, seit Anfang dieses Jahres betreibt mfi auch das Parkhaus in Eigenregie.

Die ersten Wochen und Monaten habe er sich gemeinsam mit seinem Team orientiert: Wie ist das Objekt? Welche Themen sollte man als erstes anpacken? Inzwischen hat sich Schüller erste Ziele gesteckt. Im Herbst sollen 95 Prozent der 85 Läden vermietet sein. Die ersten neuen Mieter werde man im März begrüßen, kündigt der Centermanager an. Erste Erfolge habe es bereits in der jüngsten Vergangenheit gegeben. »Die Kunden fühlen sich langsam wieder wohl«, stellt Schüller fest und macht dafür auch eine Reihe von Aktivitäten von der Weihnachtsbaumaktion bis zu diversen Gewinnspielen verantwortlich. Nun arbeite man daran, dass sich auch bei den Ladenbetreibern wieder bessere Stimmung einstellt. Das Weihnachtsgeschäft beispielsweise sei »durchwachsen« gewesen. »Es gab Gewinner, aber auch Verlierer.«

Dass es in der Galerie in der Vergangenheit an einigen Ecken geknirscht hat, liegt nach Ansicht Schüllers auch an der Auswahl der Mieter beim Start des Einkaufszentrums. »Einige hatten von Anfang an keine Substanz«, verweist er auf mehrere Ladenbetreiber, denen »das Geld fehlte« und damit die Fähigkeit, eine längere Durststrecke zu überstehen. Der neue Centermanager blickt optimistisch in die Zukunft. »Die Entwicklung geht definitiv nach oben.« Die in Angriff genommenen Aktivitäten zeigten Wirkung. Allerdings entscheide letzten Endes der Kunde, »ob er einen Laden mag oder nicht«. Der Branchenmix sei noch nicht abgeschlossen, denkt der Centermanager über eine Ausweitung des Angebots in den Segmenten Textilmarken und »Duftläden« nach. »Außerdem brauchen wir einen Optiker.« Auch in der Gastronomie wolle man den Gästen noch mehr Auswahl bieten.

Schüller sieht das Einkaufszentrum am Neustädter Tor als Teil der Innenstadt. Mit den Händlern in der Fußgängerzone strebe er eine »gute Partnerschaft« an. Gemeinsames Ziel müsse es zunächst sein, »dass der Kunde nach Gießen kommt und nicht nach Wetzlar oder Frankfurt fährt«. Gute Kontakte gebe es zur Stadtmarketing GmbH sowie zu Vertretern der BIDs.

Die Essener Aktiengesellschaft mfi habe die Galerie im Oktober mit dem Ziel übernommen, »sie wieder nach oben zu bekommen«. Schüller: »Wir wissen, dass wir das schaffen.« Der Centermanager hat 1993 in Nürnberg eine Ausbildung zum Einzelhandelskaufmann absolviert. Weitere Stationen waren Gera, Berlin, München und Wiesbaden. Dass er die ersten Jahre seines Lebens in Wien verbracht hat, wird deutlich, wenn Schüller sich als typischen »Fetzentandler« bezeichnet. Doch die Phase des »umherziehenden Altstoffhändlers« hat er längst hinter sich gelassen. Die Tatsache, dass er im Frühjahr mit seiner Frau und den beiden Kindern von Wiesbaden in die heimische Region zieht, deutet darauf hin, dass Schüllers Aufgabe in der Galerie Neustädter Tor längerfristig angelegt ist. (Foto: pd)

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Artikel vom 06.02.2010 - 11.00 Uhr
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Leserkommentare
(10.02.2010 21:11)
chris
Die Galerie...
... ist irgendwie Mittelmaß. Ich gehe da rein, wenn ich was essen will, sonst nicht. Ich wünsche mir keinen Optiker, da gibt es in der Stadt genug andere, sondern was unverwechsbares. Das Essen ist übrigens auch Mittelmaß, schade.
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