Mauerfall-Ausstellung jetzt in Max-Weber-Schule zu Gast
Gießen (mö). Nach der Eröffnung im Gießener Rathaus und dem Gastspiel an der Licher Dietrich-Bonhoeffer-Schule macht die Wanderausstellung »20 Jahre friedliche Revolution und Deutsche Einheit« seit Montag Station an der Max-Weber-Schule. Für die nächsten zwei Wochen können sich die Schüler des Berufsschulzentrums sowie Gäste über DDR-Realität und Mauerfall sowie die Geschichte der Gießener Aufnahmestelle informieren.
Die jugendlichen Ausstellungsmacher (v.l.), die stellvertretende Schulleiterin Annette Greilich, Schuldezernent Harald Scherer, Politik-Koordinator Matthias Pfarschner und Schulleiter Klaus Denfeld beim Rundgang durch die Ausstellung. (Foto: Schepp)
Gießens Schuldezernent Harald Scherer äußerte bei der Eröffnung seine Freude darüber, dass die von Auszubildenden der Stadt- und Kreisverwaltung konzipierte Ausstellung (»eine tolle Leistung«) erstmals in einer städtischen Schule zu sehen ist. Es sei »enorm wichtig«, jungen Leuten, die zum Zeitpunkt des Mauerfalls noch gar nicht geboren gewesen seien, ein realistisches Bild der DDR zu zeigen. Filme wie »Sonnenallee« oder »Good bye Lenin« seien zwar »ganz nett«, verklärten aber die Realität der DDR, die ein Unrechtsstaat gewesen sei, sagte Scherer im Beisein von Schulleiter Klaus Denfeld, dessen Stellvertreterin Annette Greilich, Politik-Koordinator Matthias Pfarschner sowie Reinhard Himmelreich, dem Ausbildungsleiter der Gießener Stadtverwaltung.
Von den jungen Ausstellungsmachern und MWS-Schülern gaben Ferdinand Schweitzer, Christoph John, Michael Schwick und Ingo Rühl Einblicke in die Entstehungsgeschichte und den eigenen Erkenntniszugewinn während der Erstellung der Ausstellung. »Die DDR war nicht nur Trabi und Spreewaldgurke, sondern auch Mauer, Stacheldraht und Schießbefehl«, sagte Ferdinand Schweitzer, der die diversen »Ostalgiewellen« kritisierte. Schulleiter Denfeld dankte nicht nur seinen Schülern, sondern auch Lehrkraft Pfarschner für die Vorbereitung der Ausstellung, die danach in der Liebigschule, der Gesamtschule Ost sowie der Theodor-Litt-Schule zu sehen sein wird. Eine zweite Version steht den Schulen im Kreisgebiet zur Verfügung.
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