Mark Tell Webers Computer sind zu 100 Prozent recycelbar
Gießen (dapd). Gehäuse aus Ahorn, Tastatur aus Nussbaum: "PCs aus der Natur" lautet das Motto der Ein-Mann-Firma vom Mark Tell Weber. Der Gießener entwickelte und verkauft Computer, die zu 100 Prozent recycelbar sind.
Nicht nur das Gehäuse ist aus Holz bei den Personal-Computern, die der Gießener Mark Tell Weber herstellt. (Foto: dapd)
Der Kasten aus hellem Ahorn-Holz erinnert nur von seiner Form her an einen Computer. Mark Tell Weber schiebt das Gehäuse an der Seite auf: Im Inneren befindet sich die Hauptplatine eines PC. »Das Gehäuse haben wir komplett aus Holz entwickelt. Auch die Einbaurahmen für die Laufwerke sind aus Holz«, sagt der Unternehmer aus Gießen. Weil er herkömmliche PC aus Blech und Plastik hässlich findet, entwickelte er PC-Gehäuse aus Holz. Auch mit dem Anspruch, das erste vollständig recycelbare Gehäuse zu produzieren.
Bisher gelten Computer oft als giftiger Sondermüll. Dabei seien schon jetzt alle Komponenten eines PC recycelbar, sagt der Vorsitzende des hessischen Forschungsverbunds Abfall, Umwelt und Ressourcenschutz, Klaus Wiemer. Verbraucher sind deshalb verpflichtet, sich Rücknahmesystemen anzuschließen, die Elektrogeräte wie alte Computer sammeln. Dort werden sie einem geordneten Recycling zugeführt. »Beim Elektroschrott haben wir es mit Ressourcen höchster Güte zu tun«, sagt Wiemer. Wenn im PC Schwermetalle wie Blei, Zinn oder Zink enthalten sind, sei es die Aufgabe der Recyclingwirtschaft, daraus wieder Wertstoffe herzustellen.
Von Giftstoffen und Schwermetallen will Unternehmer Weber hingegen nichts wissen. »PCs aus der Natur« ist das Motto seiner Firma, die er momentan noch im Alleingang von seinem Wohnzimmer in Gießen aus betreibt. So ganz stimmt die Philosophie natürlich nicht. »Auf das Innenleben des Rechners habe ich nicht so viel Einfluss, da kann ich den Leuten höchstens Empfehlungen geben, was sie bei der Hardware zum Einsatz bringen«, räumt der 45-Jährige ein.
Ein Holzgehäuse sei »per se nicht schlecht«, bestätigt auch Wiemer. Es sei richtig, den Verbrauch von begrenzten Energieressourcen einzuschränken. »Dazu gehört eine energiearme Produktion jeglicher Stoffe als auch energieeffizientes Recycling«, sagt Wiemer. Holzgehäuse hätten durchaus etwas mit Klimaschutz zu tun. Solchen Ansätzen stehe er aber nicht grundsätzlich positiv gegenüber, weil damit auch zum Teil Etikettenschwindel betrieben werde. »Aber der Einsatz von Holz ist eher klima- und ressourcenentlastend als der Einsatz von Kunststoff.«
Geht eine Bestellung bei Weber ein, beauftragt er eine Schreinerei aus Heuchelheim mit der Produktion. »Das Holz stammt aus heimischen Wäldern. Bei Sonderwünschen nutzen wir nur Hölzer aus zertifiziertem Anbau«, versichert der Unternehmer. Zu seinen Kunden gehören zum Großteil Holzliebhaber: »Die wollen das PC-Gehäuse passend zu ihrer Einrichtung haben. Man merkt, die Leute fassen das gerne an«, sagt er.
schön das man so Werbung machen kann und es noch Journalismus nennt. 100% recycelbar klar und das mit Standardkomponenten drin oder ? wie sieht es aus mit der EMV, Holz schirmt ja so gut ab...
(27.09.2010 21:10)
Harry
HP
Leider hat unter dem Artikel die Homepage gefehlt. Wenn man schon Werbung macht, dann doch bitte direkt mit der HP. Und in der Tat sehen die Gehäuse verdammt gut... http://www.incase-ds.de/
Das BID Marktquartier will dauerhaft ein Kinderkarussell auf den
Marktplatz stellen. Damit soll die Trinkerszene verdrängt werden. Was
halten Sie davon?
100% recycelbar klar und das mit Standardkomponenten drin oder ? wie sieht es aus mit der EMV, Holz schirmt ja so gut ab...