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Manche Schulmensa fast schon wieder zu klein

Artikel vom 16.12.2010 - 16.00 Uhr

Manche Schulmensa fast schon wieder zu klein

Gießen (pd). Noch vor fünf Jahren war an vielen Schulen der vom Hausmeister betriebene Kiosk in Sachen Verpflegung das Maß aller Dinge. Inzwischen hat sich vieles geändert. Sämtliche Gießener Oberstufenschulen bieten ihren Schülerinnen und Schülern mittlerweile ein warmes Mittagessen an.
Mittagessen in der Mensa der Sporthalle Ost: Dreimal wöchentlich gibt Ingo Frank (r.) von »Big Eavens« Speisen an die Schüler de
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Mittagessen in der Mensa der Sporthalle Ost: Dreimal wöchentlich gibt Ingo Frank (r.) von »Big Eavens« Speisen an die Schüler der Gesamtschule Ost aus. (Foto: Schepp)
Schließlich erhielten die drei Gießener Gymnasien sowie die Ricarda-Huch-Schule als kooperative Gesamtschule zwischen Sommer 2006 und Frühjahr 2008 Mensen und Cafeterien, um den gestiegenen Bedarf an Mittagsmahlzeiten abdecken zu können. Erweitert wurde zudem das schon länger bestehende Angebot an der Gesamtschule Gießen-Ost. Auch die Friedrich-Ebert-Schule bietet ein warmes Mittagessen an. An der Wiesecker Gesamtschule hat eine Schülerfirma die Essensausgabe übernommen. Obwohl die Mensen erst vor wenigen Jahren eingerichtet wurden, stoßen sie an manchen Schulen schon wieder an ihre Kapazitätsgrenzen, hat jetzt eine kleine AZ-Umfrage ergeben.

Gerade im laufenden Schuljahr habe die Mensa im Anbau der Schule einen deutlichen Zuwachs erfahren, berichtet Antje Mühlhans. Die stellvertretende Schulleiterin des Landgraf-Ludwigs-Gymnasiums verweist im AZ-Gespräch darauf, dass derzeit an die 150 Schüler das von ZAUG angelieferte warme Essen in Anspruch nehmen. Die Zunahme könnte darauf zurückzuführen sein, dass das LLG die Mittagspause für Oberstufenschüler verlängert hat. Der Andrang ist inzwischen so groß geworden, dass die Plätze in der Mensa nach der sechsten Stunde nicht mehr ausreichen. »Diesem Problem stellen wir uns gern«, freut sich Mühlhans darüber, dass das ZAUG-Ernährungskonzept so gut angenommen wird. Weniger erfreut hat die Schulgemeinde zu Kenntnis nehmen müssen, dass die vier Beschäftigten des Trägers, die für die Essensverteilung zuständig sind, nur noch bis zum Ferienbeginn in der Mensa tätig sind, weil ihre Beschäftigungsmaßnahme ausläuft. »Es ist auch ein Verdienst dieser Mitarbeiter, dass unsere Mensa so gut angenommen wird«, bedauerte die stellvertretenden Schulleiterin.

Etwa 100 Essen - »an guten Tagen bis zu 150« - werden in der Cafeteria der Liebigschule verkauft, berichtet Dr. Carsten Scherließ. Die im September 2006 eröffnete Cafeteria sei oft überfüllt, »auf Dauer streben wir die Errichtung einer echten Mensa an«, so der Lio-Direktor. Die Zahlen sprechen für eine solche Planung, schließlich hat sich die Zahl der Essensbestellungen innerhalb eines Jahres vervierfacht. Die Lebenshilfe als Träger bietet täglich drei verschiedene Menüs, zudem kleine Snacks an. Das Angebot reicht vom belegten Brötchen bis zur kompletten Mahlzeit und soll auf Dauer noch attraktiver werden, so Scherließ.

»Sehr gut angenommen« werden die warmen Mahlzeiten auch an der Herderschule. Dieter Gath lobt die täglich wechselnde Speisekarte und das Angebot, für das »Mack’s Grill Inn« verantwortlich zeichnet. »Der Chef bereitet die Speisen vor Ort frisch zu«, sagt der Direktor und berichtet weiter, dass das Angebot oft von mehr als 100 Schülern genutzt wird. Auch die 2007 eröffnete Herderschul-Mensa ist aufgrund des Andrangs fast schon zu klein. »50 Plätze mehr würden uns guttun«, freut sich Gath über den Zuspruch und spricht von einem »Luxusproblem«. Die Speisen können längerfristig vorbestellt werden, die Schüler können aber auch bei Bedarf bis 10 Uhr am Ausgabetag Essensmärkchen am Kiosk erwerben.

Mit der Qualität der Speisen an der Ricarda-Huch-Schule ist auch Werner Nissel zufrieden. Die kooperative Gesamtschule wird ebenfalls von »Mack’s Grill Inn« beliefert und bekocht. Die Mensa im Ende 2007 eingeweihten Erweiterungsbau »hat uns als Schule vorangebracht«, so der Direktor, der die Einrichtung einer offenen Ganztagsschule an der RHS anstrebt. Weil auch an der »Ricarda« das Angebot gut angenommen wird, »werden wir für die große Cafeteria noch Tische nachbestellen«. Allein die Förderstufenklassen 5 und 6 nehmen montags mit 50 bis 60 Schülern am Mittagessen teil, berichtet Nissel von einer erfreulichen Resonanz.



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Artikel vom 16.12.2010 - 16.00 Uhr
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