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»Lettershop«: Lebenshilfe-Werkstatt übernimmt Bürodienstleistungen aller Art

Artikel vom 27.01.2010 - 23.45 Uhr

»Lettershop«: Lebenshilfe-Werkstatt übernimmt Bürodienstleistungen aller Art

Gießen (cg). Zuverlässigkeit, Pünktlichkeit und Qualität sind bei uns selbstverständlich, sagt Reinhard Hock, und die Mitarbeiter des »Lettershops« stimmen ihm zu: »Wer uns beauftragt, kann sicher sein, dass seine Post prompt erledigt wird«, sagen sie nicht ohne Stolz.
Bürodienstleistungen werden im »Lettershop« der Lebenshilfe zuverlässig erledigt. Zwei der Mitarbeiter erläutern Thomas Kupka (l
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Bürodienstleistungen werden im »Lettershop« der Lebenshilfe zuverlässig erledigt. Zwei der Mitarbeiter erläutern Thomas Kupka (l.) und Maren Müller-Erichsen (2. v. r.) an der Falz- und Kuvertiermaschine die Arbeitsabläufe. (Foto: Schepp)
Knapp 30 Firmen der Region machen seit Jahren die Erfahrung, dass der Mailingservice der Lebenshilfe ein guter Kooperationspartner ist. »Manche denken immer noch, dass die Zusammenarbeit mit uns eine unsichere Sache ist, weil die Mitarbeiter behindert sind«, weiß Lebenshilfe-Aufsichtsratsvorsitzende Maren Müller-Erichsen. Dabei hat sich die Abteilung der Reha-Werkstatt Mitte zu einem erfolgreichen kleinen Unternehmen entwickelt. »Wir sind begeisterte Kunden«, sagt Thomas Kupka, Prokurist des Optikfachgeschäfts »NeuSehLand«.

Das Team um Gruppenleiter Reinhard Hock, das soeben neue Räumlichkeiten im Erdkauter Weg 13 bezogen hat, erledigt Bürodienstleistungen aller Art: Digitale Archivierung, Mailingservice, Adressverwaltung, Sortier- und Verpackungsarbeiten, Versandabwicklung, Konfektionierung von Katalogen, Muster- oder Produktmappen und vieles mehr gehören zur Angebotspalette. Für »NeuSehLand« beispielsweise erledigt die Lebenshilfe-Werkstatt den Versand von 120 000 bis 180 000 Briefen pro Jahr an die Kundschaft. Für das Unternehmen, das sich in der Region verwurzelt fühle, sei auch das soziale Engagement von Bedeutung, betonte Kupka.

Der »Lettershop« ist eine Abteilung der Werkstatt für psychisch erkrankte Menschen, die den Anforderungen des ersten Arbeitsmarktes nicht gewachsen sind und die mit individueller Förderung dennoch am Arbeitsleben teilhaben können. »Ich fühle mich hier sicher und geborgen, außerdem arbeite ich gerne in einem Team«, sagt eine Mitarbeiterin bei der Vorstellung ihres Arbeitsplatzes. Der Gruppenleiter sorgt dafür, dass »seine Leute« einerseits ihren Fähigkeiten gemäß eingesetzt und andererseits die Auftraggeber zufriedengestellt werden. »Unsere Mitarbeiter erbringen für gewerbliche Kunden dieselben Arbeitsergebnisse wie ›normale‹ Firmen«, verdeutlicht Hock. Die Beschäftigten seien auf verschiedene Weise in ihrer Leistungsfähigkeit eingeschränkt, doch trotz dieser Handicaps seien sie hoch motiviert. Viele von ihnen waren vor der Erkrankung in der regulären Wirtschaftswelt tätig.

Ein Vorteil für die Kunden sei neben dem guten Preis-Leistungsverhältnis die Ersparnis von 50 Prozent bei der Schwerbehinderten-Ausgleichsabgabe, erläutert der Gruppenleiter. Seinen Erfahrungen nach sei für die heimischen Unternehmen, von denen viele seit langem zum Kundenstamm der Lebenshilfe gehören, meist der soziale Aspekt ebenso wichtig: Die Firmen unterstützen den »Lettershop« und damit die dort beschäftigen Menschen, aber die Zusammenarbeit sei keine »milde Gabe«, sondern ein Gewinn für alle Beteiligten. Wer sich für die Angebote interessiert, kann sich unter Tel. 0641/97509-21 an Reinhard Hock wenden. Die E-Mail-Adresse lautet: www.lettershop-giessen@reha-mitte.de" target="_blank">www.lettershop-giessen@reha-mitte.de.

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Artikel vom 27.01.2010 - 23.45 Uhr
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