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Landesgartenschau: Preise für beste Entwürfe sind vergeben

Artikel vom 07.02.2010 - 22.00 Uhr

Landesgartenschau: Preise für beste Entwürfe sind vergeben

Gießen (fd). Nach der Prämierung am Samstag geht der Magistrat ab sofort von einer auch »emotionalen« Debatte über die Detailplanung für die Großveranstaltung im Jahr 2014 aus.
Preisverleihung zur Landesgartenschau 2014 (v. l.): Planungsdezernent Thomas Rausch, Joachim Swillus und Steffan Robel (beide a2
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Preisverleihung zur Landesgartenschau 2014 (v. l.): Planungsdezernent Thomas Rausch, Joachim Swillus und Steffan Robel (beide a24_landschaft/Lahnaue), Christof Geskes, Henry Ripke, Kristina Hack (alle Geskes und Hack/Wieseckaue) sowie Bürgermeisterin Gerda Weigel-Greilich. (Foto: Dörr)
»Ab Montag wird in Gießen emotional und ausdauernd diskutiert werden«, prophezeite Bürgermeisterin Gerda Weigel-Greilich am Samstag in der Aula des Uni-Hauptgebäudes. Grund für ihre Annahme war die Preisverleihung im Gestaltungswettbewerb der Stadt für die Landesgartenschau 2014. Von »Science Gärten« über Kleingartenparks bis zu einem angedachten neuen Stadtquartier »Zu den Mühlen«: Wie berichtet gingen die ersten Preise für die Gestaltung der beiden ausgeschriebenen Bereiche Wieseckaue und Lahnaue an die Berliner Landschaftsarchitekturbüros »Geskes und Hack« und »a24_landschaft«. Die Preisverleihung mit ihrer ausgeschriebenen Summe von insgesamt 150 000 Euro für die acht bestplatzierten Büros bedeutet jedoch noch keine konkrete Auftragserteilung an die Gewinner.

Im Rahmen der vierstündigen Mammutveranstaltung waren die rund 200 Besucher aufgerufen, die ausgezeichneten Siegerkonzepte zu kritisieren, zeigten sich aber im Großen und Ganzen zufrieden mit den vorgestellten Ideen. Transparenz und Bürgerbeteiligung bezüglich der Planungen solle auch in Zukunft gewährt werden, so die für die Landesgartenschau zuständige Bürgermeisterin Weigel-Greilich.

Es sei »ein großer Moment für die zukünftige Stadtentwicklung«, kommentierte Weigel-Greilich die Preisverleihung: Die Ziele der Planungen gingen weit über 2014 hinaus. Nun sei man an einem Punkt angelangt, »an dem die Gestaltung endlich fassbar wird.« Zwar muss die Erteilung des Auftrags zur Planung der Landesgartenschau von der Stadtverordnetenversammlung entschieden werden, dennoch sei Weigel-Greilich mit der Entscheidung der 15-köpfigen Jury, der die Bürgermeisterin auch selbst angehörte, bereits sehr zufrieden.

Auch Ministerialdirigentin Dr. Anna Runzheimer vom hessischen Umweltministerium zeigte sich über die Fülle der Ideen, die sich in allen 27 abgegebenen Planungen finden, begeistert: »Das wird keine reine Blumenpflanzaktion.« Bestätigt von Runzheimer wurde ein Pauschalzuschuss in Höhe von rund 3,3 Millionen Euro für die Veranstalterstadt. Hinzu werden nach Erwartung des Magistrats noch projektbezogene Finanzspritzen kommen, zum Beispiel für den Bahnhofsvorplatz oder die Sanierung der Ringallee.

Über ein Preisgeld von 10 000 Euro freute sich das für seine Planungen der Lahnaue mit dem ersten Platz ausgezeichnete Architekturbüro »a24_landschaft«. Die Lahn sei »ein Geschenk für Gießen«, aber »wahrscheinlich auch das größte brachliegende Potenzial der Stadt«, erklärten die Verantwortlichen Joachim Swillus und Steffan Robel die Notwendigkeit einer Umgestaltung: »Die Verbindung zur Stadt funktioniert nicht. Wir wollen Gießen näher an die Lahn bringen.« Dafür gelte es, den Bahndamm zu überwinden und eine Wegeführung näher am Wasser zu schaffen. Für letzteres seien auch die Eigentumsverhältnisse im nördlichen Lahnuferabschnitt zu berücksichtigen, der durch zahlreiche private Kleingärten geprägt ist. »Die Umgestaltung in diesem Bereich ist eine große Aufgabe, der wir uns im Diskurs mit den Eigentümern stellen wollen«, unterstützte Bürgermeisterin Weigel-Greilich den Vorschlag. Auch beim Publikum stießen die Planungen auf große Zustimmung, einzig an Spielmöglichkeiten für Kinder und viele Sitzmöglichkeiten solle doch bitte gedacht werden.



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Artikel vom 07.02.2010 - 22.00 Uhr
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