Nachrichten Web
Sie sind hier: Startseite » Stadt » Übersicht »

Landesgartenschau: Erste Preise gehen nach Berlin

Artikel vom 02.02.2010 - 23.00 Uhr

Landesgartenschau: Erste Preise gehen nach Berlin

Gießen (pm). Der landschaftsarchitektonische Wettbewerb zur Landesgartenschau Gießen 2014 ist entschieden. Dies teilte am Dienstag der Magistrat mit. Sieger für den Bereich Wieseckaue sind die Berliner Landschaftsarchitekten Geskes und Hack.
Drei am Computer enstandende Bilder der Berliner Landschaftsarchitekten Geskes und Hack. Oben der Rundweg um den Neuen Teich, un
Lupe - Artikelbild vergrössern
Drei am Computer enstandende Bilder der Berliner Landschaftsarchitekten Geskes und Hack. Oben der Rundweg um den Neuen Teich, unten ein Eindruck von der Promenade des Schwanenteichs und dazwischen der Rundweg-Abschnitt durch den Auwald an der Oberlache.
Deren Konzept der Erneuerung des Stadtparks Wieseckaue durch sogenannte »Science-Gärten« zu einem neuartigen »Wissenschafts-Volkspark« hatte das Preisgericht überzeugt. Auch der erste Preis für die Rahmenplanung des Bereichs Lahnaue geht nach Berlin, nämlich an das Landschaftsarchitekturbüro »a24_landschaft« für ihren Entwurf zur Stärkung des Natur- und Erholungsraum an der Lahn. Das 15-köpfige Preisgericht hatte nach einer zweitägigen Sitzung in der Kongresshalle am vergangenen Freitagabend die Entscheidungen getroffen.

Der Entwurf für die Lahnaue des Landschaftsarchitekturbüros »a24_landschaft« wolle vor allem die Erlebbarkeit des Flusses und die Begehbarkeit seiner Ufer fördern, heißt es in der Erklärung der Stadt. Durch partielles Auslichten der Ufervegetation solle die Lahn stärker in den Vordergrund treten, private Ufernutzungen sollten verlagert und die Durchgängigkeit der Ufer verbessert werden. Neue Verbindungen zwischen Stadt und Lahn sorgten für kurze Wege.

Im Bereich der Sachsenhäuser Brücke solle durch zwei gegenüberliegenden Neubauten an der Rodheimer Straße das neue Entrée zur Innenstadt entstehen. Der Bereich zur Weststadt hin werde dagegen als grünes Entrée interpretiert. Dort soll eine neue Fuß- und Radwegunterquerung den Uferweg vervollständigen. Das Rudersportareal solle entsprechend seiner Bedeutung für den Wassersport ausgebaut werden.

Das Preisgericht habe bei dieser Arbeit vor allem die behutsame Entwicklung zu einer durchgängigen Auenlandschaft hervorgehoben.

Der Siegerentwurf der Landschaftsarchitekten Geskes und Hack für die Wieseckaue basiere auf der Idee, die räumlich gute Parkstruktur aus dem Jahr 1965 konzeptionell durch das Thema »Wissenschaftsgärten« weiterzuentwickeln. Wichtig sei ebenfalls die Öffnung der Wieseckaue zur Stadt durch neue großzügige Parkkorridore, die den Stadtpark bis an die Ringallee verlängerten. Eine Parkpromenade (»Beltwalk«, ein Begriff aus englischen Landschaftsparks) werde die Besucher über einen abwechslungsreich inszenierten Rundweg rund um den Neuen Teich führen. Der Rundweg erschließe zugleich alle Attraktionen wie ein großes Palmencafé mit Seeterrasse am Nordufer, verschiedene Spiellandschaften und einen Irrgarten. Durch gezielte Besucherführung im Bereich der ökologisch wertvollen Uferbereiche würden die Schilfzonen geschützt. Der vorhandene Baumbestand bleibe fast vollständig erhalten. Blickbeziehungen würden nur durch die partielle Entnahme von Ufergehölzen und behutsames Auslichten hergestellt. Lediglich im Bereich der Halbinsel sollte durch die Herausnahme von Bäumen eine sonnige Liegewiese entstehen.

Eine intensive Gewässernutzung sei am Neuen Teich nicht vorgesehen. Dagegen sieht der Entwurf für den Schwanenteich eine stärkere Nutzung vor. Eine großzügige Seeterrasse an der Ringallee, die die Verbindung zum Campus der Fachhochschule darstellt, biete Platz für vielfältige Freizeitnutzungen wie Gastronomie, Ruderbootverleih und die Rollschuhbahn.



Artikel Drucken Drucken  Versenden
Artikel vom 02.02.2010 - 23.00 Uhr
Social Networks
Facebook Twitter studiVZ meinVZ schülerVZ MySpace  Del.icio.us
X Diesen Artikel versenden






* Bitte füllen Sie alle Felder aus.
Kommentar schreiben
Impressum Kontakt AGB Nutzungsbedingungen Datenschutz
TopSeitenanfang