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Landesgartenschau 2014 wirft schon jetzt Schatten voraus

Artikel vom 14.01.2010 - 20.30 Uhr

Landesgartenschau 2014 wirft schon jetzt Schatten voraus

Gießen (pd). Die Stadt und die Marketing GmbH präsentierten das Vorbereitungsprogramm zur Landesgartenschau 2014, das in den nächsten Wochen und Monaten stattfinden wird.
Auch stimmungsvolle Veranstaltungen wie »Schlammbeisers Lahnlust« sollen in die Landesgartenschau eingebunden werden.	(Archiv-Fo
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Auch stimmungsvolle Veranstaltungen wie »Schlammbeisers Lahnlust« sollen in die Landesgartenschau eingebunden werden. (Archiv-Foto: hjp)
Ausrichten wird die Stadt Gießen die Landesgartenschau zwar erst 2014, bereits in den kommenden Tagen stehen allerdings eine Reihe von Terminen mit Bezug zu dem Großereignis an: Am 21. Januar wird das bisherige Engagement von ehrenamtlichen Helfern mit einer »Dankeschön«-Veranstaltung gewürdigt, am 28. Januar tagt das Preisgericht und entscheidet über die von den beteiligten Landschaftsarchitekturbüros eingereichten Entwürfe, ab dem 4. Februar werden die Wettbewerbsergebnisse in der Kunsthalle des Stadthauses ausgestellt, und am 6. Februar die Sieger des Realisierungswettbewerbs gekürt. »Ich bin schon sehr gespannt auf das Ergebnis«, sagte am Donnerstag Gerda Weigel-Greilich. Die Bürgermeisterin stellte gemeinsam mit Sadullah Gülec als Geschäftsführer der Gießen Marketing GmbH und Vertretern des Büros Landesgartenschau die Veranstaltungen der kommenden Wochen und Monate vor. Mit den Kulturschaffenden Oliver Behnecke, Ingke Günther und Jörg Wagner präsentierte sie zudem ein Team, das unter dem Titel »Gärtnerpflichten« firmiert und mit seinem Programm einen »Spannungsbogen in der Öffentlichkeit herstellen wird«.

Gülec bezeichnete es als »eine Frage der Ehre« für die Marketing GmbH, bei Vorbereitung und Umsetzung der Landesgartenschau mitzuarbeiten. Dazu habe es von allen Gesellschaftern der GmbH »ein uneingeschränktes Ja« gegeben. Die Gartenschau sei kein »teures Prestigeobjekt«, sondern biete eine große Chance für die Stadtentwicklung, von der Gießen bis weit nach 2014 profitieren werde.

Oliver Behnecke sieht sich mit der Konzeption des Veranstaltungsprogramms der Gruppe »Gärtnerpflichten« (»Des Gärtners erste Pflicht: Gießen«) in der Tradition des Stadtjubiläums 1997 und Stadtrauminszenierungen wie »Zwölf Stunden« und »Zeitenwende«. Auch beim Universitätsjubiläum 2007 habe man es geschafft, über zwei Jahre lang Spannung aufzubauen und mehr als ein Jahr Programm zu gestalten. Die Aufgabe der »Gärtnerpflichten« sieht Behnecke unter anderem darin, kontinuierliche Jahresspielpläne mit kleineren und größeren Veranstaltungsformaten zu entwickeln, Beteiligungsstrukturen zu schaffen und immer wieder »das besondere Gießen« sichtbar zu machen. »Wir werden diese fünf Jahre gemeinsam bestreiten und uns immer wieder überraschen lassen«.

Daran, dass man mit einer Kultur-Performance namens »Fährbetrieb« bereits 2007 mit der Gruppe »Akku« aus Anlass des Besuchs der Entscheidungskommission den Weg für die Landesgartenschau mitgeebnet hatte, erinnerte Jörg Wagner. »Die kulturelle Vermittlung muss jetzt schon beginnen«, unterstrich er. Kultur solle als »Vehikel zur Kommunikation« gesehen werden, ergänzte Ingke Günther. In spezifischen Veranstaltungsformaten und an ungewöhnlichen Orten könnten Menschen auch emotional angesprochen werden. Als Beispiel nannte sie mobile und temporäre »Treibhäuser«, die durch die Stadt wandern oder »Gartensalons« in öffentlichen und privaten Gärten. Dazu gehörten aber auch regelmäßige Aktivitäten wie »Schlammbeisers Lahnlust«.

»Wir kümmern uns um das Kerngeschäft«, sagte Michael Bassemir, der gemeinsam mit Oliver Buns und Ludwig Wiemer das »Büro Landesgartenschau« vertrat. Von der Landesgartenschau solle »möglichst viel für die Bevölkerung bleiben«, bekräftigte er den Nachhaltigkeitsaspekt sämtlicher Planungen. Die Veranstaltung solle »überall in der Stadt« anzutreffen sein und die Bevölkerung einbinden. Wie gut diese Einbindung bisher gelungen ist, werde durch die 120 Projektvorschläge dokumentiert, die bisher online bei der Stadt eingegangen seien.

Auch Weigel-Greilich betonte die Wichtigkeit der Bürgerbeteiligung, erinnerte aber ebenfalls daran, »dass wir auch das leisten müssen, was klassisch von einer Landesgartenschau erwartet wird«. In Gießen seien bereits viele Potenziale vorhanden, »die wir weiterentwickeln wollen«. Mit der Landesgartenschau wolle man in erster Linie Menschen aus der Region ansprechen. »Wir glauben nicht, dass Leute aus Bayern anreisen, um hier ihren Urlaub zu verbringen.« Ziel sei es, in der Bevölkerung eine Identifikation mit der Stadt auch über das Jahr 2014 hinaus zu schaffen, so die Bürgermeisterin.

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Artikel vom 14.01.2010 - 20.30 Uhr
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