Kooperationsvertrag zwischen Humboldt- und Litt-Schule
Gießen (pd). Vor fast genau einem Jahr haben Alexander-von-Humboldt- und Aliceschule einen Kooperationsvertrag unterzeichnet, in dem eine verstärkte Zusammenarbeit zwischen der allgemein bildenden und der beruflichen Schule geregelt wird. Zum kommenden Schuljahr hat die Haupt- und Realschule in der Weststadt einen weiteren Kooperationspartner.
Astrid Eibelshäuser (l.) und Editha Köhler unterzeichnen den Kooperationsvertrag zwischen Theodor-Litt- und Alexander-von-Humboldt-Schule. Rechts der künftige AvH-Schulleiter Gabriel Verhoff. (Foto: pd)
Künftig wird es auch mit der Theodor-Litt-Schule auf zahlreichen Feldern intensive Kontakte geben. Den Kooperationsvertrag besiegelten die scheidende AvH-Schulleiterin Editha Köhler, ihr Nachfolger Gabriel Verhoff und Astrid Eibelshäuser als Abteilungsleiterin für Berufsvorbereitung der Theodor-Litt-Schule.
Der Vertrag, der zunächst für die Dauer von drei Jahren geschlossen wurde, sieht eine enge Zusammenarbeit der beiden Schulen vor. So soll es gemeinsame Konzepte für den berufsbildenden Unterricht und für die Übergänge von der Schule in den Beruf geben. Bisher biete die Aliceschule die Möglichkeit für H+R-Schüler, die Berufsfelder Bäcker und Körperpflege praktisch kennen zu lernen, berichtete Köhler. Im Rahmen des Faches Arbeitslehre sollen künftig bis zu zwölf Humboldt-Schüler der Stufe 8 die Chance erhalten, in der Theodor-Litt-Schule an vier Wochenstunden die Vielfalt der Metall verarbeitenden Berufe zu entdecken. In einem weiteren Schritt ist berufsbildender Unterricht in den Feldern Holz- und Elektrotechnik vorgesehen. Köhler bezeichnete die künftige Zusammenarbeit mit der TLS als »riesigen Glücksfall«.
Die Kooperation biete gute Möglichkeiten, bei Jugendlichen auf allen Leistungsniveaus das Interesse an Technik zu wecken, sagte Eibelshäuser. Zudem könnten sie frühzeitig mehrere Berufsfelder kennen lernen und so unterschiedliche Interessen und Neigungen ausprobieren. Gerade für Mittelstufenschulen seien auch berufliche Schulen als außerschulische Lernorte vorgesehen. Die Haupt- und Realschule am Gleiberger Weg hat beim Kultusministerium die Umwandlung in eine Mittelstufenschule beantragt. Schon jetzt, so Köhler und Verhoff, werden die Jahrgänge 5 und 6 im Verbund als gemeinsame H+R-Klassen unterrichtet.
Der Kooperationsvertrag sieht einen regelmäßigen Austausch zwischen Lehrern der beiden Schulen vor. Auch ein möglicher Übergang von der allgemein bildenden zur beruflichen Schule soll mit unterstützenden Maßnahmen gestaltet werden.
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