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Kletterwald auf dem Schiffenberg jetzt offiziell eröffnet

Artikel vom 10.09.2012 - 11.04 Uhr

Kletterwald auf dem Schiffenberg jetzt offiziell eröffnet

Gießen (ina). Seit Samstag ist die neueste Attraktion auf Gießens Hausberg auch offiziell eröffnet. Tobias Spindler und Dirk Schröder vom Betreiber Forest Adventures erinnerten in ihrem Grußwort zunächst an die nicht ganz einfache Entstehungsphase des Kletterwaldes.

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Bereits seit über drei Wochen können Besucher die Stationen des Kletterwalds auf dem Schiffenberg nutzen. Seit Samstag ist der Park auch offiziell eröffnet. (Foto: ina)
Angefangen habe alles im Januar 2010 mit dem Hinweis einer Spaziergängerin, auf den Schiffenberg passe ein Kletterwald wie die Faust aufs Auge. Im April habe Stadtrat Harald Scherer den Kletterwald in Friedrichsdorf besucht und sich das Konzept erklären lassen, woraufhin mehrere Treffen und Ortstermine stattfanden, die schließlich in einer Entscheidung für den Kletterpark mündeten.

Spindler und Schröder bedankten sich für die gute Zusammenarbeit mit der Stadt und den tatkräftigen Einsatz des Bauteams aus dem Ruhrgebiet. Schröder betonte, dass der Kletterwald in Gießen nicht nur für den Betreiber Forest Adventures ein spannendes Projekt sei, sondern für die Kletterwaldbranche allgemein eine wichtige Bedeutung habe. So wurden auf dem Schiffenberg mehrere neue Konzepte und Lösungsansätze verwendet, die sich zum Teil erst im Laufe des Prozesses entwickelt haben. Eine Innovation ist der sogenannte »Seilbeißer«, ein eigens entwickeltes Sicherungssystem, mit dem sich die Besucher nicht mehr aus- und einklicken müssen, wie es in anderen Kletterparks üblich ist. Im Gießener Kletterwald ist der Kletterer somit zu keiner Zeit ungesichert.

Erstmals in einem deutschen Kletterwald wurde außerdem ein Baumpfad in der Höhe angelegt, sodass Besucher nicht mehr auf den Boden zurückkehren müssen, solange sie sich im Park aufhalten. Aus der ursprünglich geplanten Besucherterrasse wurde dann eine »Ranch« in fünf Metern Höhe, auf der sich die Kletterer die Ausrüstung abholen können und die Einweisung erfolgt. Im kommenden Winter werde man den Park um einige Attraktionen erweitern, verriet Schröder den Gästen.

Oberbürgermeisterin Dietlind Grabe-Bolz betonte in ihrem Grußwort, dass es für einen Kletterwald keinen besseren Ort als den Gießener Hausberg gebe, der bereits Anlaufpunkt und Begegnungsstätte für viele Menschen sei und eine vielfältige Freizeitfunktion habe. Auch wenn es Bedenken und Skepsis bei einigen Mitbürgern gegeben habe, sei sie sicher, dass der Kletterwald Gießen und die Umgebung attraktiver mache.

Bei einer anschließenden Führung durch die Anlage wurde auf die verschiedenen Besonderheiten des Kletterparks hingewiesen und die 460 Meter lange Seilrutsche vorgeführt. Vor Kurzem habe ein Kletterwaldbetreiber in Bayern ebenfalls eine solche Seilrutsche eröffnet, erklärte Spindler. Abgesehen davon sei diese Länge aber einzigartig in Deutschland. Auf die Frage, wie man denn nach dem Flug über die Wiesen wieder zurück in den Kletterpark komme, erklärte Schröder, dass man versteckt in den Bäumen zwei Hindernisse überwinden müsse, um zu einer zweiten Rutsche zu gelangen, mit der man bequem wieder in den Park schweben könne. Insgesamt wurde die unauffällige Bauweise gelobt. So sei kein Baum durchbohrt worden und man habe möglichst wenig Bestand verändert oder weggenommen. Stadtwaldförster Ernst-Ludwig Kriep betonte, dass man bei normaler Nutzung des Waldes viel mehr Baumbestand hätte entfernen müssen.

Park bis Ende Oktober geöffnet

 

Der Kletterwald ist noch bis Ende Oktober geöffnet. Am Start erhält jeder Besucher die Ausrüstung aus Klettergurt und Helm. Der richtige Sitz wird dabei von den Mitarbeitern noch einmal geprüft, bevor es an eine Übung zur Einweisung geht. Insgesamt 35 Aushilfen und drei fest angestellte Mitarbeiter stehen den Besuchern zur Verfügung. Je nach Kondition können die Kletterer ab sechs Jahren zwischen verschiedenen Pfaden wählen. Überschätzt man sich aber doch einmal, kommen Mitarbeiter mit weißen Helmen zur Hilfe, sodass man schnell wieder festen Boden unter den Füßen hat.

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Artikel vom 10.09.2012 - 11.04 Uhr
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