Nachrichten Web
Sie sind hier: Startseite » Stadt » Übersicht »

Kitas sollen »Knoten« im Netz für Familien sein

Artikel vom 13.03.2010 - 18.00 Uhr

Kitas sollen »Knoten« im Netz für Familien sein

Etwa ein halbes Dutzend Kindertagesstätten in Gießen erhalten bisher die städtische Förderung für angehende Familienzentren: Sie bekommen je eine Viertelstelle Leitungsfreistellung und bis zu 20 000 Euro an Sachmitteln im Jahr. Noch einmal ebenso viele hätten einzelne Vorhaben in dieser Richtung gestartet: Das sagten Bürgermeisterin Gerda Weigel-Greilich und Ines Müller, Fachtag-Organisatorin und Familienzentren-Koordindatorin im städtischen Jugendamt, beim abschließenden Pressegespräch. Hinzu kämen etliche Kitas, die längst solche Angebote machen, dies aber nicht bewusst in den Vordergrund stellten. Natürlich gebe es auch Erzieherinnen-Teams, die vor dieser Herausforderung noch zögerten.

Mehr Angebote für Väter und Mütter zu machen, bedeute gar nicht so viel Zusatzarbeit, meinte Mechthild von Niebelschütz, die das Integrative Montessori-Kinderhaus St. Martin des Sozialdienstes katholischer Frauen leitet. Entscheidend sei eine Veränderung in der »Haltung«. »Das Team überlegt: Was brauchen unsere Eltern, was können wir da tun, wie gehen wir auf sie zu?« Dieses Bewusstsein wünsche sich das Familien-Bündnis im übrigen auch an Schulen. Für viele Familien sei es ein »brennendes Thema«, dass mit der Einschulung ihrer Kinder vieles an Betreuung und Förderung verloren geht, das die Kita geleistet hat.

Weigel-Greilich ergänzte: Viele Erzieherinnen fühlten sich überlastet, weil Eltern ihre Probleme ohnehin an sie herantragen. Wenn sich die Einrichtung auf den Weg zum Familienzentrum gemacht habe, könne man mit diesen Ansprüchen professioneller umgehen und beispielsweise auf regelmäßige Angebote von Fachberatungsstellen in der Kita hinweisen.

»Es gibt keinen Zwang«, betonte die Jugenddezernentin. »Jede Einrichtung kann nach und nach neue Angebote im Rahmen ihrer Möglichkeiten einführen.« Schon wegen der beengten Räumlichkeiten sei nicht alles machbar, was bei der Fachtagung etwa Gäste aus »Leuchtturm«-Familienzentren in Gelsenkirchen und Frankfurt vorgestellt hatten. (Foto: Schepp)



Artikel Drucken Drucken  Versenden
Artikel vom 13.03.2010 - 18.00 Uhr
Social Networks
Facebook Twitter studiVZ meinVZ schülerVZ MySpace  Del.icio.us
X Diesen Artikel versenden






* Bitte füllen Sie alle Felder aus.
Kommentar schreiben
Impressum Kontakt AGB Nutzungsbedingungen Datenschutz
TopSeitenanfang