Gießen-Wieseck (pm). Wie in einem Ameisenhaufen wimmelte es am Samstag im Bürgerhaus. Mehr als 150 evangelische Kirchenvorsteher aus Gießen und Umgebung suchten ihre Arbeitsgruppen, informierten sich auf einem »Markt der Möglichkeiten« über kirchliche Angebote in Oberhessen und knüpften Kontakte. Eingeladen zum »Kirchenvorstandstag des Evangelischen Dekanates« waren gewählte Gemeindevertreter.
Die Arbeitsgruppe »Kirche im Stadtzentrum« mit Pfarrer Klaus Weißgerber (l.) bereitete sich auf künftige Aufgaben vor. (Foto: av)
Sie haben für die kommenden sechs Jahre Verantwortung in der Leitung ihrer Kirchengemeinde übernommen. »Ich bin gewählt! Was nun?«, diese Frage stand über dem Treffen, dem Menschen aus allen Generationen gefolgt waren.
Was muss ich als Kirchenvorsteher wissen? Wie entscheide ich verantwortungsvoll über anvertraute Kirchensteuern? Wie gestalten wir Gemeindeleben? Wie können wir andere Menschen für die Kirchengemeinde interessieren und über unsere Arbeit informieren?
Um diese und ähnliche Fragen drehten sich insgesamt 15 Arbeitsgruppen. Bekannte Gesichter aus Gießen halfen bei der Orientierung. So gab der Redakteur einer Tageszeitung Tipps für die Pressearbeit. Marina Gust, Leiterin des Studios Gießen vom Hessischen Rundfunk, regte in einer anderen Arbeitsgruppe die Kirchenvorsteher an, biblische Texte im Gottesdienst nicht einfach nur abzulesen, sondern gut vorbereitet vorzulesen. »Man muss nicht Schauspieler sein, keine Senta Berger oder Christian Brückner, um Gottesdienstbesuchern die manchmal schwierigen Bibeltexte durch gutes Vorlesen verständlich machen zu können«, so die Radiojournalistin.
In einem anderen Saal gab eine professionelle Grafikerin Tipps für die Gestaltung von Gemeindebriefen, während nebenan eine Gruppe sich über attraktive und werbewirksame Schaukästen Gedanken machte. »Die Schaukästen sind unsere Aushängeschilder. Die müssen lebendig gestaltet sein, neugierig machen und dürfen keine lieblosen Pinnwände sein«, so Sandra Klein aus Watzenborn, die selber regelmäßig den Gemeindeaushang gestaltet.
Die verschiedensten Fachleute waren eingeladen, um in die Themen Öffentlichkeitsarbeit, geistliche Gemeindeleitung, moderne Gottesdienstgestaltung, Kontaktpflege zu Kirchenmitgliedern einzuführen oder den Teilnehmern die Furcht vor Haushaltsplänen zu nehmen. Mitunter tagten acht Arbeitsgruppen parallel in den verschiedensten Räumen und Winkeln des Bürgerhauses Wieseck.
Das BID Marktquartier will dauerhaft ein Kinderkarussell auf den
Marktplatz stellen. Damit soll die Trinkerszene verdrängt werden. Was
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