Sie sind hier: Startseite » Stadt » Übersicht »

Kaum Probleme mit verlegten Bushaltestellen

Artikel vom 03.07.2012 - 16.59 Uhr

Kaum Probleme mit verlegten Bushaltestellen

Gießen. Die Verlegung der Regionalbushaltestellen am Bahnhof sorgte für enige Irritation, doch die meisten Fahrgäste nehmen die Umwege am Bahnhof gelassen. Allerdings könnte sich die Situation nach den Sommerferien ändern.

IMG_4275_030712_4c_1
Lupe - Artikelbild vergrössern
Der Ausgang vom Parkhaus zum neuen Bussteig ist im Treppenhaus und Aufzug nicht ausgeschildert. Einige Umsteiger mussten sich am Montag erst einmal orientieren. (Fotos: kw)
(kw). Gerade ist die junge Frau an der Endstation aus dem Bus gestiegen, unschlüssig mustert sie die Umgebung mit Gleisen, Parkhaus und der grünen Lahnaue. Sehr städtisch wirkt das auf sie nicht: »Bin ich hier in Gießen?« Andere sind mit dem Aufzug aus Richtung Bahnhof ganz nach unten gefahren und stellen jetzt fest, dass sich der Bussteig eine Ebene höher befindet. Für einige Irritationen sorgte am Montag die Verlegung der Regionalbushaltestellen am Bahnhof. Alles in allem gab es aber keine großen Probleme, sagten einige befragte Fahrgäste und Busfahrer am Abend im Gespräch mit der Gießener Allgemeinen Zeitung

Wie berichtet, soll die Umgestaltung des Bahnhofsvorplatzes zwar erst in zwei Wochen beginnen. Aber bereits zum Beginn der Sommerferien wurden alle Bushaltestellen verlegt. Die Stadtbusse fahren am Mathematikum ab, die Überlandbusse an der Lahnstraße. Wer aus Lich, Lollar, Gambach oder Reiskirchen zum Zug möchte oder umgekehrt, muss durchs Parkhaus und über den Fußgängersteg.

Die meisten nehmen das gelassen, zumal in den Ferien deutlich weniger Betrieb herrscht. Wer schon länger Bahnpendler ist, ist lästige Umleitungen längst gewöhnt. »Es gab schon viele Maßnahmen. In Gießen ist man eben allgemein langsam beim Bauen«, blickt ein Mann zurück auf die Erneuerung der Unterführung, die zwei Jahre gedauert hat. »Ein bisschen umständlich ist es schon, man braucht länger für die Wege über die Treppen«, seufzt eine Frau.

Verwunderung über die geänderte Route gab es vor allem am Morgen, berichten die Busfahrer. »Manche Fahrgäste wussten nicht Bescheid, obwohl schon seit drei Monaten Aushänge über die Verlegung informieren«, sagt einer. »Es dauert eine Woche, dann weiß jeder Bescheid«, ergänzt ein anderer. Die Fahrer selbst sehen auch Positives in der Neuerung: »Hier haben wir mehr Platz, gerade wenn wir eine Weile stehen.« Der Weg in die Lahnstraße dauere nicht länger als der in die Stadt, sagen sie einhellig.

Unterführung öffnen: »Unmöglich«

 

Einig sind sich diejenigen, die die Bauphase der Unterführung aufmerksam verfolgt haben: Es ist schade, dass es der Stadt nicht gelungen ist, den neuen Tunnel bis zur Lahnstraße zu führen. Dieser Ausgang wäre jetzt ideal für die Regionalbus-Nutzer. »Vielleicht könnte man ihn ja doch noch provisorisch öffnen«, hofft ein Zugnutzer. »Unmöglich«, sagt dazu Ralf Pausch, Verkehrskoordinator im Dezernat von Bürgermeisterin Gerda Weigel-Greilich. Nachdem sich die Stadt vor vier Jahren nicht mit der Bahn und dem Eigner des Grundstücks einigen konnte, habe sich an den rechtlichen Voraussetzungen nichts geändert. Außerdem fehle es an Geld und Zeit, um die Unterführung doch noch in Richtung Lahnstraße zu öffnen.



Artikel Drucken Drucken  Versenden
Artikel vom 03.07.2012 - 16.59 Uhr
Social Networks
Facebook Twitter studiVZ meinVZ schülerVZ MySpace  Del.icio.us
X Diesen Artikel versenden






* Bitte füllen Sie alle Felder aus.
Impressum Kontakt AGB Nutzungsbedingungen Datenschutz
TopSeitenanfang