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Karussell gegen Trinkerszene: BID bleibt am Ball

Artikel vom 26.06.2012 - 12.59 Uhr

Karussell gegen Trinkerszene: BID bleibt am Ball

Gießen (mö). Das BID Marktquartier hält an seinem Vorhaben fest, der Präsenz der Trinkerszene am Marktplatz mit der Aufstellung eines kleinen Kinderkarussells zu begegnen.

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Wo derzeit ein Urzeittier steht, will das BID ein kleines Karussell aufstellen. (Foto: mö)
Der Stadt liegt mittlerweile eine »Voranfrage« des Quartiervereins vor, bestätigte Magistratssprecherin Claudia Boje am Montag auf Anfrage. Dabei handele es sich aber noch nicht um einen konkreten Antrag auf Erteilung einer Sondernutzungserlaubnis. Es gebe auch noch keine Tendenz bei der Stadt, wie über das Ansinnen des BID entschieden wird, fügte Boje hinzu. Es müssten jetzt zunächst Gespräche geführt werden.

Die Überlegungen des Marktquartiers waren Mitte Mai bekannt geworden. Vereinsvorsitzender Thomas Kirchhof begründete den Vorstoß damit, dass sämtliche Versuche, dem Problem Herr zu werden, in den vergangenen Jahren gescheitert seien. Daher wolle das BID andere Wege gehen. Neben der Aufstellung eines Karussells wäre auch eine Außengastronomie eine Möglichkeit, die Szene, die in der warmen Jahreszeit verstärkt am Marktplatz auftritt, zumindest von dort zu verdrängen. Andernfalls, warnte Kirchhof, »geht die Innenstadt vor die Hunde«.

Aufstellen würde das Karussell der Gießener Schausteller Andreas Walldorf, der nach eigenen Angaben eigens zu diesem Zweck ein deutlich kleineres Fahrgeschäft angeschafft hat. Nach den Vorstellungen des BID und Walldorfs könnte die Aufstellung als Modellversuch im Anschluss ans Stadtfest starten und bis zum Weihnachtsmarkt dauern.

Bei einer Umfrage auf der Homepage der GAZ sprach sich eine Mehrheit gegen den Vorstoß des BID aus. 364 Leser vertraten die Auffassung:»Der Markplatz ist kein Rummelplatz.« 241 fanden: »Einen Versuch ist es wert. Diese Saufgelage sind doch unerträglich.« 42 interessierte das Thema nicht.

Der mögliche Karussell-Standort ist derzeit übrigens von einem Urzeittier belegt. Menschen, die ständig am Marktplatz zu tun haben, wollen registriert haben, dass die Führungen mit Kindern und Jugendlichen dazu geführt haben, dass es dort seitdem nicht mehr zu größeren Saufgelagen kommt.

Wie berichtet, gab es zuletzt Beschwerden wegen der Anwesenheit der Trinkerszene im Bereich Marktplatz/Kirchenplatz aus dem Burggrabenviertel. Dort hatten Anwohner Unterschriften gegen die Zweckentfremdung des Spielplatzes hinter dem Burgmannenhaus gesammelt und der Stadt übergeben.

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Artikel vom 26.06.2012 - 12.59 Uhr
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Leserkommentare
(30.06.2012 16:21)
Klinkigt
Kultur kann helfen
Mein Vorschlag:
von 6 Uhr Morgens bis 22 Uhr an dem Platz sowie am Pennymarkt klassische Musik abspielen oder wahlweise eine Lesung der Buddenbrocks.
Dürfte dies Klientel schnell vertreiben.
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