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Jugendtreff Paul-Schneider-Straße wird dank Konjunkturprogramm erweitert

Artikel vom 08.06.2010 - 23.15 Uhr

Jugendtreff Paul-Schneider-Straße wird dank Konjunkturprogramm erweitert

Gießen (kw). Als die Baracke am Rande der Weststadt 1982 als Jugendtreff Paul-Schneider-Straße eröffnet wurde, sollte sie eigentlich nur ein Provisorium sein. Inzwischen ist klar: Der »Holzpalast« soll möglichst stehen bleiben.
»Das ist wichtig für die Identifikation der Kinder und Jugendlichen«, erklärt Ute Kroll-Naujoks, stellvertretende Leiterin des Diakonischen Werks Gießen. Dennoch brauchte die Einrichtung dringend mehr Platz und eine energetische Sanierung - und bekommt beides demnächst dank des Bundes-Konjunkturprogramms.

Aus diesem Paket kommt der Großteil der rund 160 000 Euro für einen Anbau, dessen klei- nes Richtfest am Dienstag gefeiert wurde. 15 000 Euro steuert das Diakonische Werk in Hessen und Nassau bei, außerdem fließen zahlreiche Spenden in das Vorhaben.

Nach jahrelangen Planungen »ging es am Ende schneller als gedacht«, erklärte der Diplom-Pädagoge Christoph Balasch, der mit seiner Kollegin Christina Braun die großen und kleinen Gäste begrüßte. Das Team aus drei Hauptamtlichen und zwei studentischen Hilfskräften kann voraussichtlich ab Herbst sein Angebot erweitern. Ein zusätzlicher Gruppenraum, ein abgetrenntes Computerzimmer sowie ein neuer Eingang und eine Terrasse werden in dem Anbau untergebracht. Damit werden beispielsweise mehrere Gruppenangebote parallel möglich. Bisher können die Kinder und Jugendlichen in der Baracke Hausaufgabenhilfe bekommen. In der Freizeit werden unter anderem eine Mädchen- und eine Jungengruppe betreut. Montags, mittwochs und donnerstags gibt es ein offenes Abendangebot mit unterschiedlichen Schwerpunkten.

Die jungen Nutzer haben nicht nur einen kreativen Richtkranz gebastelt, sondern auch mitgewirkt im Planungsprozess. Ihre Wünsche sowie die der Diakonie und der Stadt habe der Architekt Alexander Ehrenspeck gut »unter einen Hut gebracht«, lobten die Pädagogen. Ehrenspeck selbst erläuterte, der Anbau in Holzständerbauweise berücksichtige unter anderem ökologische und energetische Aspekte.

Eine rundum neue Dämmung bekommt in einem zweiten Bauabschnitt auch die 28 Jahre alte Hütte. Voraussichtlich am Ende der Sommerferien soll der Anbau fertig sein, in den dann der Jugendtreff komplett umzieht. Es folgt die Sanierung der alten Räume und - so die Planung - im Oktober die endgültige Erweiterung. Das Angebot bleibt während der ganzen Zeit erhalten.

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