Gießen (pm). In Mittelhessen ist die Arbeitslosigkeit im Juli saisonbedingt gestiegen. Im Bezirk der Agentur für Arbeit Gießen erhöht sich die Zahl der Arbeitslosen um 423 oder 0,1 Prozentpunkte auf 21 124.
Damit liegt die aktuelle Arbeitslosenquote bei 6,7 Prozent. Gegenüber dem Juli 2009 zeigt sich eine deutliche Verbesserung: Damals waren noch 1752 Erwerbslose mehr gemeldet, die Quote betrug 7,2 Prozent. Der stärkste Anstieg der Arbeitslosigkeit ist im Kreis Gießen zu verzeichnen. Hier wurde im Juli die Zehntausender-Marke übertroffen. Die Zahl stieg um 267 Personen auf 10 256. Die Quote steigt um 0,2 auf 7,8 Prozent. Im Vorjahresmonat betrug sie noch 8,2 Prozent.
»Ein Anstieg der Arbeitslosigkeit zur Jahresmitte ist üblich. Maßgebend dafür sind Jugendliche, die sich nach dem Schulende oder einem erfolgreichen Ausbildungsabschluss arbeitslos gemeldet haben«, kommentiert Johannes Paul, Pressesprecher der Agentur für Arbeit Gießen, die Entwicklung. »Das hohe Niveau an gemeldeten Stellen zeigt die positive Stimmung bei den Arbeitgebern. Dies lässt uns auf eine Fortsetzung der positiven Entwicklung der Vormonate auf dem Arbeitsmarkt hoffen. Dennoch ist ein starker Rückgang der Arbeitslosen in den nächsten Wochen noch nicht sicher voraussagbar.«
Arbeitgeber meldeten im Juli insgesamt 1322 neue Stellen. Dies sind 265 mehr als im Vorjahresvergleich, das entspricht einem Plus von 25,1 Prozent. Mit 3091 offenen sozialversicherungspflichtigen Stellen liegt der Bestand um 40,6 Prozent über dem Wert vom Juli 2009.
Bei beiden Geschlechtern ist die Zahl der Arbeitslosen gestiegen. Die Zahl der arbeitslosen Männer steigt im Vergleich zum Vormonat um 89 auf nun 11 212. Dies entspricht einer zum Juni unveränderten Quote von 6,7 Prozent (Vorjahresmonat 7,2 Prozent).
Im gleichen Zeitraum ist die Zahl der arbeitslosen Frauen stärker angestiegen. Im Juli sind 334 Frauen mehr erwerbslos gemeldet als im Juni, nämlich 9912. Dies entspricht einer um 0,2 Prozentpunkte gestiegenen Quote von nun 6,7 Prozent (Vorjahresmonat 7,1).
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