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Hunde-Giftköder: Weitere Belohnung für Hinweise auf Täter

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Artikel vom 02.09.2015 - 09.46 Uhr

Hunde-Giftköder: Weitere Belohnung für Hinweise auf Täter

Gießen (pm/kw). Selbst überregionale Medien wie der »Spiegel« berichteten über die Hunde-Giftköder in Gießen. Nach dem neuesten Fall am Samstag am Eichendorffring hat nun PETA Deutschland eine weitere Belohnung ausgesetzt.

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© dpa/Symbolbild
500 Euro verspricht der bundesweite Verband für Hinweise, die zur Ermittlung und Überführung des Tierquälers führen. Der Tierschutzverein hat vor sechs Wochen 6000 Euro Belohnung ausgesetzt, nachdem ein Hundehasser Futterbrocken mit Nägeln und Rattengift durch den Zaun auf das Tierheimgelände gelegt hatte.

»Der Täter muss schnellstmöglich gefasst werden«, meint Judith Pein im Namen von PETA Deutschland. »Neben der Gefährdung für Hunde stellen Giftköder auch eine Gefahr für Kinder und frei lebende Tiere dar. Hundehalter sollten bei Spaziergängen jetzt besonders aufmerksam sein und im Falle eines Verdachts auf Verzehr von präparierten Futterstücken umgehend einen Tierarzt aufsuchen.«

PETAs Tipps für Erste-Hilfe-Maßnahmen: Auf Vergiftung können Symptome hinweisen wie Erbrechen, Durchfall, starke Unruhe oder Apathie, eine gelbliche Verfärbung der Schleimhäute, blasses Zahnfleisch, große Pupillen, Atembeschwerden, Krämpfe oder motorische Störungen. »Bei solchen Erscheinungen muss sofort der Tierarzt aufgesucht werden – denn Gift wirkt schnell. Der Hund sollte beruhigt und angeleint werden. Ein Maulkorb oder eine Maulschlinge darf nicht angelegt werden, da Erstickungsgefahr bei Erbrechen droht. Ist das Tier bereits bewusstlos, sollte es in die stabile Seitenlage gebracht und die Atemwege freigehalten werden.« Für eine schnelle Diagnose sei es sinnvoll, eine Probe des Köders oder des Erbrochenen mit zum Tierarzt zu nehmen.

Grundsätzlich fordert PETA die Einführung eines zentralen Meldesystems für Anschläge dieser Art. Durch eine Registrierung könnte die Bevölkerung frühzeitig über Köderwarnungen und Gefahrenschwerpunkte informiert werden. Zugleich würde deutlich, wie häufig Hunde Opfer von Delikten werden. Tierquälerei ist eine Straftat und kann mit einer Geldstrafe oder einer Freiheitsstrafe von bis zu drei Jahren geahndet werden.

Hinweise nimmt die Polizeistation Gießen-Süd unter Tel. 06 41/70 06-35 55 entgegen. Zeugen haben außerdem die Möglichkeit, sich direkt an die Tierrechtsorganisation zu wenden, auch anonym; nämlich unter Tel. 0 15 20/7 37 33 41 oder per E-Mail an whistleblower@peta.de. PETA weist darauf hin, dass die Halter von Hunden, die Opfer von Giftködern wurden, in jedem Fall Anzeige bei der Polizei erstatten sollten. Auch weitere Funde von präparierten Ködern sollten dort umgehend gemeldet werden.

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Artikel vom 02.09.2015 - 09.46 Uhr
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