Das ist die Variante für die Traditionalisten, die sich weitgehend am historischen Original orientiert. Architekt Birger Rohrbach rekonstruierte seinen Entwurf anhand alter Abbildungen und Fotos. Eine Wiederauferstehung würde bei Umsetzung dieser Lösung das Kopfgebäude des Sandsteinbauwerks feiern (links im Bild). Das vor etwa 40 Jahren abgerissene Haus beherbergte früher eine Brückenschenke. Rechts neben der Treppe ist die Aufzugsanlage zu sehen. Mit gut 1,5 Millionen Euro gehört diese Rekonstruktion zu den teureren Varianten. Hinzu kämen 700 000 Euro für das Fahrrad-Parkhaus.
Die nicht einsehbaren Ecken dieses Loches werden dazu animieren, den Abstellbereich als öffentliche Toilette zu benutzen und aufgrund der Räder und der Abstellbügel wird die Reinigung der Anlage so gut wie unmöglich sein. Uringestank wird sich festsetzen und der Volksmund wird vom zweiten Elefantenklo sprechen - mit dem Unterschied, dass hier der Elefant auch wirklich zum Klo geht.
Eine geschlossene Tiefgarage für Räder wird von den Radfahrern allein aus Gründen der sozialen Sicherheit nicht angenommen - damit hat Herr Rohrbach recht. Wenn er aber glaubt, dass dies anders wird, wenn man bei Teilen der Tiefgarage das Dach weglässt, dann hat er sich getäuscht.
Die Radfahrer werden mehr und mehr auf dem Bahnhofsplatz ihre Räder abstellen. Die Stadt wird versuchen, dies durch Satzungen zu verbieten und wird erst nach verlorenen Gerichtsprozessen erkennen, dass man Fahrradparken auf öffentlichen Plätzen nicht verbieten kann.
Schade nur, dass dies alles absehbar ist und es trotzdem so kommen wird.