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Heimische Firmen sind im Internet spitze

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Artikel vom 22.06.2012 - 15.08 Uhr

Heimische Firmen sind im Internet spitze

Gießen (jri). Gießen schlägt namhafte Konkurrenten wie die Messestadt Hannover, die Ostwestfalen-Metropole Bielefeld oder Paderborn und Kassel. Zumindest, was die Nutzung des Internets betrifft.

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Bei der Preisverleihung (v. l.): Sabine Wilcken-Görich, Astrid Eibelshäuser (beide Stadt Gießen), Frank Wendzinski (IHK), Sebastian Vogt (eOpinio), Henrike Lewerenz (Google), Jürgen Heim (Sawan Spa) und Marleen Schiffer (IW). (Foto: Schepp)
Dies ergab eine gemeinsame Analyse des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) Köln und von Google Deutschland. Demnach positionieren sich Gießener Unternehmen deutlich schneller und umfassender im weltweiten Netz und nutzen dessen Vorteile intensiver als Konkurrenten aus anderen Städten im Postleitzahlen-Gebiet 3. Für diese hohe Internet-Affinität, die 25 Prozent über dem Durchschnitt des Vergleichsgebietes liegt, ist Gießen nun – als eine von zehn Städten bundesweit – mit dem »eTown-Award 2012« ausgezeichnet worden und darf sich »digitale Stadt« nennen.

»Wir nehmen diesen Preis stellvertretend für die vielen Gießener Unternehmen entgegen, die sich im Internet engagieren«, freuten sich Wirtschaftsdezernentin Astrid Eibelshäuser und die Leiterin der städtischen Wirtschaftsförderung, Sabine Wilcken-Görich. Man sei auch deshalb von dem Ergebnis positiv überrascht, weil sich Gießen um den Award nicht beworben habe. Allerdings gebe es hier vor Ort eine gute Infrastruktur für gewerbliche Internet-Aktivitäten, zum Beispiel durch das »Beratungszentrum Elektronischen Geschäftsverkehr Mittelhessen« (EC-M), das vor allem kleinen und mittleren Unternehmen hilfreich zur Seite stehe.

Für das Ergebnis der Studie wurden Internetnutzungs-Strukturdaten des IW Köln mit den Nutzerzahlen von Googles Online-Marketing-Plattform »AdWords« kombiniert, erklärte Henrike Lewerenz, Abteilungsleiterin für Industriekunden bei Google. Sie übergab den Preis gemeinsam mit IW-Forschungsanalystin Marleen Schiffer. »Das Internet ist die Dampfmaschine des 21. Jahrhunderts. Unternehmen, deren Geschäftsideen zugleich Interentrelevanz haben, sind deutlich innovativer als andere«, sagte Schiffer.

IHK-Geschäftsführer Dr. Frank Wendzinski hob hervor, dass der Breitbandausbau in der Region große Fortschritte gemacht habe. Er gratulierte den Gießener Unternehmen: »Sie sind die wahren Gewinner dieses Preises.« Das Internet spiele eine immer größere Rolle, 8 Prozent der Umsätze im Einzelhandel würden bereits online getätigt, der Versandhandel wickle 60 Prozent seiner Geschäfte online ab, und »bei beiden Werten ist noch viel Luft nach oben«, sagte Wendzinski.

Stellvertretend für die heimische Wirtschaft durften Jürgen Heim, Inhaber des Massage- und Schönheitssalons »Sawan Spa«, und Sebastian Vogt, Geschäftsführer des Internet-Meinungsforschungsinstituts »eOpinio«, der Preisverleihung beiwohnen. Heim betonte, dass es selbst für einen Massagesalon, dessen Dienstleistungen ausschließlich »offline« konsumiert werden, lohnend sei, sich im Internet zu präsentieren. »Es ist sehr wichtig für uns, dass man uns im Internet findet, wenn jemand etwa bei Google die Stichworte ›Schönheitssalon» und ›Gießen» eingibt«, nannte er einen Grund dafür, warum sein Geschäft von Beginn an auf das Internet gesetzt hat.



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