Gießen (pd). Und weg ist er. Eben noch war der Junge mit der blauen Taucherbrille zu sehen, wenig später ist Tim unter der Wasseroberfläche verschwunden. Am Boden des Nichtschwimmerbeckens liegt ein gelber Ring, den der Sechsjährige immer wieder nach oben befördert. »Mein Sohn bereitet sich auf das Seepferdchen vor«, berichtet Peter Fisches.
Viel Spaß hat dieses Laubacher Trio im Hallenbad Ringallee (v. l.): Peter, Tim und Lena Fisches. (Foto: Schepp)
Mit Tim und Tochter Lena hat der 43-Jährige das Gießener Badezentrum Ringallee angesteuert. Das Hallenbad im heimatlichen Laubach öffnet an diesem Tag erst um 14 Uhr, fügt er erklärend hinzu.
Viele Kinder mit Schwimmflügeln machen an diesem Vormittag im Hallenbad ihre ersten Fortbewegungsversuche im Wasser, das Laubacher Trio konzentriert sich auf mehrere Attraktionen im Hallenbad. Während Tim am liebsten nach Ringen taucht, lässt sich seine zehnjährige Schwester gern von der Rutsche auf Schlängelpfaden nach unten ins Becken gleiten. Der Schwimmbadbesuch ist für Familie Fisches nur eine von mehreren Ferien-Alternativen. »Wenn Schnee liegt, fahren wir auf den Hoherodskopf«, erklären die drei, die am Fuße des Vogelsbergs wohnen.
So viel Auswahl haben nicht alle in den Ferien. »Derzeit ist deutlich mehr los als sonst«, berichtet Alexander Nickerl. Den Beobachtungen des Schwimmmeisters zufolge sind viele Kinder und Jugendliche in den Tagen nach Weihnachten und Anfang Januar fast täglich im Bad an der Ringallee anzutreffen - mit unterschiedlichen Interessen. Während sich die ganz Kleinen in Richtung Planschbecken orientieren und dort auf dem Fisch oder dem Seelöwen schaukeln und die Minirutsche ausprobieren, leihen sich Besucher im Grundschulalter gern Bälle oder Tauchringe für das Kinderbecken aus. Jugendliche kommen nach Nickerls Erfahrungen meist erst am späten Nachmittag ins Bad. Dann sind Sprungbretter und Fünf-Meter-Turm am Schwimmerbecken besonders angesagt, die jeweils in den letzten zehn Minuten zur vollen Stunde freigegeben werden. Auch wenn das Bad in den Ferien deutlich besser besucht ist, halten sich die Disziplinprobleme in Grenzen. »Ab und zu muss man schon mal was sagen«, weist Nickerl auf die gelegentliche Notwendigkeit zum Eingreifen hin.
Deutlich weniger frequentiert von Kindern und Jugendlichen wird das Westbad. Besucher der Einrichtung am Gleiberger Weg wollten vor allem ihre Bahnen ziehen, verweist der Schwimmmeister auf dessen Charakter als »reines Sportbad«. Für die Jüngsten gibt es dort nur ein kleines Babybecken.
Das Hallenbad an der Ringallee hat auch in den Ferien geöffnet. In der ersten Januarwoche gelten die üblichen Öffnungszeiten: Montag von 13 bis 22 Uhr, Dienstag 8 bis 19, Mittwoch 14 bis 18, Donnerstag 8 bis 19, Freitag 14 bis 22 Uhr, Samstag 8 bis 20 und Sonntag von 8 bis 18 Uhr.
Die Eintrittspreis liegen bei 3,50 Euro für Erwachsene (Badezeit zwei Stunden), die ermäßigte Einzelkarte kostet 2,30 Euro. Zehnerkarten sind für 28 Euro (Erwachsene) und für 18,40 Euro (ermäßigt) zu haben. Die Sechsmonatskarte kostet 105 Euro für Erwachsene, ermäßigt 69 Euro und für Familien 210 Euro.
Das BID Marktquartier will dauerhaft ein Kinderkarussell auf den
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