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Gießkannenmuseum ist umgezogen

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Artikel vom 22.08.2011 - 13.00 Uhr

Gießkannenmuseum ist umgezogen

Gießen (sag). Ordentlich gewachsen ist das Gießener Gießkannenmuseum seit seiner Eröffnung im Juni im Marktwärterhäuschen am Lindenplatz. Rund 220 Exponate umfasst die Ausstellung nun. Grund genug, sich neue Räume zu suchen. Am Samstag wurde das Museum in der Galerie Neustädter Tor feierlich wiedereröffnet.

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Ingke Günther und Jörg Wagner freuen sich über das Umzugsgeschenk, eine faltbare Gießkanne aus Militärbeständen. (Fotos: sag)
Rund 180 Quadratmeter Grundfläche stehen dem Museum oberhalb der »Havanna Bar« zur Verfügung. Einst war hier ein Solarium untergebracht, zuletzt stand der Laden leer. »Wir sind stolz, das Museum hier bei uns zu haben«, erklärt Steffen Zanke vom Centermanagement der Galerie Neustädter Tor, daher sei die Fläche auch so lange für das Museum reserviert, wie es dort genug Platz findet. Die sonnendurchflutete Architektur mit den ausladenden Fensterbänken, die zusätzlich als Stellfläche für Exponate genutzt werden können, ist der ideale Platz für die Sammlung an Gießkannen – grüne, gelbe, braune, aus Kupfer, aus Zink, als kleiner Elefant oder gar eine Gießkanne als Handtasche – der Fantasie der Ausstellungs-
stücke, die fast alle gespendet wurden, sind kaum Grenzen gesetzt.

Die Gießkanne sei ein Alltagsgegenstand, der den Zeitgeist widerspiegele, betonte Oberbürgermeisterin Dietlind Grabe-Bolz in ihrer Eröffnungsrede. Gleichzeitig genieße sie historische Bedeutung, da alle Hochkulturen dieser Welt durch Bewässerung entstanden seien. Außerdem sei die Gießkanne ein gutes Symbol für die Landesgartenschau, die 2014 von der Stadt Gießen ausgerichtet wird. 2014 habe man dann auch vor, das Museum an vielen Orten in der Stadt erlebbar zu machen und verschiedene Exponate »nach dem Gießkannenprinzip« zu zeigen. »Gießen sie fleißig«, forderte das Stadtoberhaupt zu weiteren Spenden auf.

Der Geschäftsführer des Gießener Stadtmarketings und »Museumsdirektor« Sadullah Gülec überreichte den »Machern« des Museums, Jörg Wagner und Ingke Günther, die gemeinsam mit Oliver Behnecke und Esther Steinbrecher die Künstlergruppe »Gärtnerpflichten« bilden, welche die Landesgartenschau kulturell und künstlerisch erlebbar macht, eine textile Gießkanne, die vom italienischen Militär stammt. Nicht ganz wasserdicht, aber historisch soll das gute Stück fortan die Sammlung erweitern. Musikalisch untermalt wurde die Eröffnung vom Gießener Gießkannenensemble, bestehend aus Andreas Jamin, René Rösler und Matthias Ungerer.

Das Museum befindet sich direkt im 2. Stock neben der Bastlerzentrale und ist nur über das Parkhaus erreichbar. Schon von weitem erkennt man das Museum an der großen Gießkanne an der Wand, welche die Künstlergruppe »3 Steps« nur einen Tag vor Museumseröffnung geschaffen hat.

Das Museum hat jeden Donnerstag von 15 bis 19 Uhr sowie nach Vereinbarung geöffnet. Infos: www.giesskannenmuseum.de.

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Artikel vom 22.08.2011 - 13.00 Uhr
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