Gießen (kw). Der Januar 2010 war laut Wetterdienst-Bilanz dunkler als normal. Er brachte auch weniger Niederschlag als um diese Jahreszeit üblich, obwohl es in Gießen an immerhin 22 Tagen eine Schneedecke gab.
Die meisten Kinder im Grundschulalter mussten die ersten Jahre ihres Lebens aufs Schlittenfahren zu Hause fast komplett verzichten. Nun erleben sie und alle anderen Gießener bereits den zweiten kalten und weißen Winter in Folge. 22 Tage mit Schneedecke verzeichnet die Januar-Bilanz des Deutschen Wetterdienstes für die Station Gießen. Der Monat war außerdem ungewöhnlich kalt - wenn auch nicht ganz so eisig wie der Januar 2009.
Mit neun Zentimeter war die weiße Pracht am 17. Januar am dicksten. Dabei fiel mit 27,2 Millimeter insgesamt deutlich weniger Niederschlag als im langjährigen Mittel: Der Durchschnitt der Januar-Werte aus den Jahren 1961 bis 1990 beträgt 46,5 mm. Der nasseste Tag war der 24. Januar - ein Sonntag - mit 6,4 Litern Schneeregen pro Quadratmeter.
Dass sich die Stadt dennoch fast durchgehend verschneit präsentierte, lag an der anhaltenden Kälte. Die Durchschnittstemperatur betrug 2,8 Grad unter null - normal wären 0,3 Grad plus. Rekordverdächtig ist das allerdings nicht: Vor einem Jahr war der Januar mit durchschnittlich minus 3,1 Grad noch kälter.
Der Tiefstwert des aktuellen Monats wurde in der Nacht des 27. mit minus 14,6 Grad gemessen, knapp dahinter lag der 5. Januar mit -14,1 Grad. Das war milder als die Extrem-Nächte im Dezember (-18,0) oder im Januar 2009 (-19,3 Grad). Aber auch tagsüber blieb es frostig. An 18 Tagen kletterte das Quecksilber gar nicht über den Gefrierpunkt. Der verhältnismäßig mildeste Tag war der 17. Januar mit plus 4,4 Grad.
Trotz geringer Niederschläge machte sich die Sonne rar. Sie ließ sich an nur zehn Januar-Tagen in nennenswertem Ausmaß blicken. Der hellste Tag war der 5. mit 7,1 Stunden. Die Sonnenstunden summierten sich schließlich auf 24,7; normal wären 36,2.
Das BID Marktquartier will dauerhaft ein Kinderkarussell auf den
Marktplatz stellen. Damit soll die Trinkerszene verdrängt werden. Was
halten Sie davon?