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Gießener Privatbrauerei übernimmt das »Brauhaus«

Artikel vom 04.01.2012 - 18.33 Uhr

Gießener Privatbrauerei übernimmt das »Brauhaus«

Gießen-Wieseck (jri). Aufatmen können die 15 fest angestellten Beschäftigten der insolventen »Gießener Brauhaus und Spiritusfabrik A.W. Denninghoff GmbH«: Ihre Arbeitsplätze sind gesichert Zum Jahreswechsel hat die Privatbrauerei Gießen GmbH das seit April 2011 zahlungsunfähige »Gießener Brauhaus« übernommen

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Christian Runkel (l.) und Verkaufsleiterin Bernadette Wisser peilen mit der Marke »Gießener« neue Ziele an. (Foto: Schepp)
Im entsprechenden Vertrag mit Insolvenzverwalter Dr. Jan Markus Plathner wurde auch die Übernahme des kompletten Personals vereinbar. Die Höhe des Kaufpreis wurde zwar nicht genannt, der Betrag liege jedoch »deutlich über dem Zerschlagungswert« des in finanzielle Nöte geratenen Unternehmens, teilte Christian Runkel mit, der zusammen mit Achim Franzen Geschäftsführer und Mitgesellschafter der Privatbrauerei Gießen ist.

Verschwinden wird damit auch der Name »Gießener Brauhaus«: Er wird durch »Gießener Privatbrauerei« ersetzt.

Mit dieser Neuordnung auf dem Gelände vor dem 54 Meter hohen Brauhausturm geht die Ära von Klaus Denninghoff zu Ende, der zuletzt Geschäftsführer des Gießener Brauhauses war und bereits vor über fünf Jahren den Bier-Produktionsprozess sowie den Brauturm verkaufte. Das »Gießener Brauhaus« war seitdem nur noch »Lohnbrauer« im ehemals eigenen Sudhaus und behielt lediglich Vertrieb, Logistik und Marketing in eigener Hand. Rund 450 Gaststätten und Getränkemärkte in der Region wurden beliefert. Nun übernehmen also der 45-jährige Christian Runkel (als Kaufmann für Vertrieb und Marketing zuständig) und der 49-jährige Achim Franzen (als Braumeister für die Produktion verantwortlich) auch diese Segmente.

»Ich persönlich war in der Insolvenzphase immer zuversichtlich, aber einige Kollegen hatten zum Teil große Ängste«, freut sich Thomas Schnabel, der seit 35 Jahren beim »Gießener Brauhaus« beschäftigt ist und nun neue Chefs erhält, über die neu gewonnene Sicherheit.

An einem Kauf des »Gießener Brauhauses« waren noch zwei weitere Mitbewerber interessiert. Sie hätten jedoch laut Runkel nicht alle Mitarbeiter weiterbeschäftigt und wären auch nicht in der Lage gewesen, die Biermarke »Gießener« weiterhin zu brauen – denn »Gießener Bier« darf laut Gesetz nur in Gießen und nicht an anderen Standorten hergestellt werden.

Die Gießener Privatbrauerei GmbH hatte zuletzt einen Ausstoß von 150 000 Hektolitern Bier. Nur rund zehn Prozent davon (16 000 Hektoliter) waren jedoch Produkte der ehemaligen Marke »Gießener Brauhaus«. Die übrigen 90 Prozent verteilten sich auf 17 weitere Sorten, darunter »Iserlohner«, »Germania« oder »Steffens«.



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Artikel vom 04.01.2012 - 18.33 Uhr
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Leserkommentare
(05.01.2012 19:12)
Oldie
Fehlende Buchstaben !!!
Asche über mein Haupt. Zur Entschuldigung, ich bin keine Gießenerin und dachte natürlich an Spirituosen, was ja naheliegend gewesen wäre. Mein Freund hat mich aufgeklärt, nun bin ich schlauer, das nächstemal werde ich erst Google bemühen.
(04.01.2012 22:33)
Louisa
Buchstaben?
Welche fehlenden Buchstaben?
(04.01.2012 21:55)
Oldie
Spiritusfabrik ???
Spiritusfabrik ??? Wohl kaum, was ein paar fehlende Buchstaben doch so alles anrichten können.
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