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Gießen setzt auf Fortsetzung der BID-»Erfolgsgeschichte«

Artikel vom 21.01.2010 - 03.00 Uhr

Gießen setzt auf Fortsetzung der BID-»Erfolgsgeschichte«

Gießen/Wiesbaden (pd). Auch Gießen war dabei, als am Donnerstag 26 Vertreter von Städten und Gemeinden, Handelskammern, Wirtschaftsförderungsverbänden und des Städtetages auf Einladung des hessischen Wirtschaftsministeriums nach Wiesbaden zu einer Anhörung kamen, bei der es um die Verlängerung des 2006 verabschiedeten »Gesetzes zur Stärkung von innerstädtischen Geschäftsquartieren« (INGE) ging.
Optimistisch in Sachen BID-Zukunft ist der Kaufmann Heinz-Jörg Ebert.
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Optimistisch in Sachen BID-Zukunft ist der Kaufmann Heinz-Jörg Ebert. (Foto: Schepp)
Mit Stadtrat Thomas Rausch, Vermessungsamtsleiter Horst-Friedhelm Skib und den beiden BID-Vorsitzenden Pamela Schlehuber (Katharinenviertel) und Heinz-Jörg Ebert (Seltersweg) war eine vierköpfige Gießener Delegation in der Landeshauptstadt vertreten. »Das zeigt, welch hohen Stellenwert die Gießener BID-Initiative bei der Landesregierung genießt«, betonte Ebert nach der Veranstaltung auf AZ-Anfrage. Grundsätzlich gebe es nach den gestrigen Beiträgen bei so gut wie allen Beteiligten den Willen zur Fortsetzung der »Erfolgsgeschichte«. Die Entscheidung darüber werde im Landtag voraussichtlich erst Ende des Jahres fallen; er gehe jedoch davon aus, dass man auch in Wiesbaden dieser Tendenz Folge leisten wird: »Alles andere würde mich sehr wundern.« Denkbar sei, dass das INGE-Gesetz in manchen Punkten geändert wird. Ebert nannte als Beispiel, Wohnungseigentümer in BID-Quartieren aus der Abgabenpflicht herauszunehmen. Zu diesem Streitpunkt hatte es auch in Gießen juristische Auseinandersetzungen gegeben, die zum Teil noch nicht abgeschlossen sind.

Negativ zum Thema »Business Improvement Center« als Hauseigentümer-Initiative habe sich lediglich der hessische Dachverband von Haus und Grund geäußert. Der stehe damit im Widerspruch zum Gießener Verein. Vorsitzender Dr. Klaus Ringel habe ihm ausdrücklich versichert, dass Haus und Grund Gießen die Entwicklung in den vier Quartieren positiv beurteilt.

»Gerade wir Gießener konnten die Sinnhaftigkeit funktionierender BIDs deutlich unterstreichen«, bekräftigte Ebert und nannte die Stichworte Stadtraumbeleuchtung, den Gestaltungswettbewerb für den Bereich Mäusburg/Kreuzplatz oder Pflanzaktionen an verschiedenen Stellen der Innenstadt. Insgesamt sei durch die BIDs eine »Struktur des Miteinanders« geschaffen worden, »die es so vorher nicht gab«. Der Vorsitzende des BID Seltersweg sprach sich dafür aus, die Arbeit der vier Quartiere (Marktquartier, Theaterpark, Katharinenviertel und Seltersweg) auch nach dem Auslaufen der ersten fünf Jahre Ende 2010 fortzusetzen. »Nur so wird gewährleistet, dass die Innenstadt zur Landesgartenschau 2014 ihren Beitrag leisten kann«, bekräftigte der Kaufmann.

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Artikel vom 21.01.2010 - 03.00 Uhr
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