Gießen (son). Die Frage nach der beruflichen Zukunft stellt sich spätestens nach dem Schulabschluss.Eine mittlerweile etablierte Hilfe ist der Berufsinformationstag »Schüler fragen – Profis antworten«, der hessenweit zum zehnten Mal von den Rotary Clubs gemeinsam mit Radio FFH und planet radio veranstaltet wird.
Der angehende Facharzt Martin Schmidt (l.) informierte Ferhart Turgut (r.) über die Besonderheiten des Medizinstudiums. (Foto: son)
Auch in Gießen standen Praktiker aus den unterschiedlichsten Berufszweigen wie Lehramt, Jura oder Medizin den jungen Leuten Rede und Antwort. In der Volksbank-Filiale in der Goethestraße konnten die Jugendlichen in einer zwanglosen Gesprächssituation all ihre Fragen nach Lehrzeit, Studium, Anforderungen, Verdienstmöglichkeiten und Berufsbild an Menschen stellen, die schon seit vielen Jahren im Berufsleben stehen oder frisch von der Universität kommen, wie der Mediziner Martin Schmidt, der im Kinderklinikum seine Facharztausbildung macht und die Schüler mit Informationen zum Medizinstudium versorgte.
Der 19-jährige Abiturient Ferhart Turgut von der Clemens-Brentano-Europaschule in Lollar, der gemeinsam mit seinem jüngeren Bruder Serhat an dem Infotag teilnahm, schwankte noch zwischen den Optionen Betriebswirtschaftslehre- oder Medizin-Studium. »Die Verdienstmöglichkeiten sind mit BWL-Studium meistens besser«, meinte Schmidt. Dafür sei der Arbeitsplatz als Arzt derzeit krisensicher. Dass das Medizinstudium kein Zuckerschlecken ist, und man viel Durchhaltevermögen brauche, bestätigte Schmidt. Gerade die Anfangshürden seien recht hoch.
»Bei einem glatten Einser-Abitur bekommt man sofort einen Studienplatz«, sagte er. Sei das Abitur nicht so gut ausgefallen, hieße es warten, manchmal bis zu zwölf Semester. Viele machten dann erst mal eine Ausbildung zum Krankenpfleger oder Rettungsassistenten.
Ein guter Test, ob ein medizinischer Beruf das Richtige für einen ist, sei auch der Zivildienst, den man bei dem Wunsch, Medizin zu studieren, auf jeden Fall im Krankenhausbereich absolvieren solle. Auch empfahl Schmidt, in die von der Universität angebotenen Schnuppervorlesungen zu gehen.
Das BID Marktquartier will dauerhaft ein Kinderkarussell auf den
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