Gießen (fd). Ob Rathaus, Theater oder Johanneskirche - der mittlerweile 13. Fotokunstkalender der Helmut-von-Bracken-Schule rückt in diesem Jahr die markantesten Innenräume der Stadt in ein besonderes Licht.
Die Helmut-von-Bracken-Schüler präsentieren stolz ihren neuen Fotokunstkalender. (Foto: fd)
Hochwertige Fotos und ein ausgefeiltes Layout lassen nicht vermuten, dass alle Arbeitsschritte von den Schülern der Klasse 7a selbst durchgeführt wurden. »Der Spaß und die Leidenschaft, die dahinter stecken, sind dem Kalender und den Kindern anzusehen«, so Schuldezernent Harald Scherer im Rahmen der Präsentation im Konzertsaal des Rathauses.
Tatsächlich schossen die Schüler des sonderpädagogischen Beratungs- und Förderzentrums nicht nur die Fotos, sondern bearbeiteten diese auch, sorgten für das Layout und waren beim Druck dabei: »Ein aufwändiger Prozess, aber sehr interessant«, erklärte Schüler Rolf Hoffert. Die Arbeit habe den Schülern vieles aufgezeigt, was im Berufsleben wichtig für sie werden könnte, so Schulleiterin Sabine Wießner-Müller: Neben den technischen Kenntnissen seien bei der Herstellung vor allem Teamfähigkeit, Geduld und Akribie gefragt gewesen. Dass der Kalender außerhalb der normalen Unterrichtszeit mit viel Engagement angefertigt wurde, zeuge nicht zuletzt auch von der hervoragenden Arbeit des verantwortlichen Lehrers, Gottfried Römer.
Und neben den Erfahrungen für die Kinder sei der Kalender mit Motiven aus der Stadt - mittlerweile im 13. Jahrgang - zudem »eine Sache, die man sich aus Gießen nicht mehr wegdenken kann«, so Wießner-Müller. In diesem Jahr setzten die Schüler auf die sogenannte »High Dynamic Range« (HDR)-Fotografie - die Bilder erstrahlen durch eine besondere Technik besonders kontrastreich und strahlend. »Mein Kalender hängt schon in meinem Büro und wird mich durch das Jahr 2010 begleiten«, pflichtete Schuldezernent Scherer bei.
Weil die Produktionskosten komplett durch Sponsoren gedeckt werden konnten, kommen alle Einnahmen dem Förderverein der Helmut-von-Bracken-Schule zu Gute: »Wir können mit dem Geld eine Menge finanzieren, was mit normalen Mitteln nicht möglich wäre«, so Hans Fink, Leiter des Vereins: Lernmittel, Musikinstrumente, finanzielle Unterstützung von Klassenfahrten, sogar an schnelleren Computern können sich die Schüler in nächster Zeit wohl erfreuen. Fink dankte auch der Gießener Geschäftswelt für ihre Kooperation: Auch dieses Jahr ist der Kalender wieder für 13 Euro in zahlreichen Läden zu bekommen.
Für die Schule war die Präsentation im Rathaus in diesem Jahr zudem mit einer besonderen Feier verbunden: Die Sprachheilschule und Schule für Erziehungshilfe und Kranke feiert momentan ihr 50-jähriges Bestehen, und in nächster Zeit steht der langersehnte Umzug in die ehemals amerikanische Grundschule an der Grünberger Straße an. Das Gebäude wurde von der Stadt gekauft und wird momentan renoviert. »Ein Datum für den Umzug steht noch nicht fest, aber allzu lange dauert es nicht mehr«, freute sich Wießner-Müller nicht nur über den gelungenen Kalender.
Musikalisch wurde die Kalender-Präsentation von Flötist Horst Hausen begleitet.
Das BID Marktquartier will dauerhaft ein Kinderkarussell auf den
Marktplatz stellen. Damit soll die Trinkerszene verdrängt werden. Was
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