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Feuerwehr Lützellinden ist wieder einsatzbereit

Artikel vom 03.02.2009 - 19.05 Uhr

Feuerwehr Lützellinden ist wieder einsatzbereit

Gießen-Lützellinden (ta). Die Freiwillige Feuerwehr Lützellinden ist wieder einsatzbereit: Alle Ausrüstungsteile, Geräte und Fahrzeuge wurden zuvor auf ihren einwandfreien Zustand kontrolliert. Die Einsatzabteilung war vor drei Wochen suspendiert worden, nachdem ein interner Konflikt eskaliert war.
Gießen-Lützellinden (ta). »Die Freiwillige Feuerwehr Lützellinden kann ihren Einsatzdienst ab sofort wieder wahrnehmen«, teilte ein zufriedener Brandoberrat Harald Rehmann, Leiter der Feuerwehr Gießen, gestern mit. Nach Unregelmäßigkeiten und Manipulationen im Zuge eines internen Konfliktes war die Lützellindener Einsatzabteilung vor drei Wochen auf eigenen Wunsch freigestellt worden; den Brandschutz für den Stadtteil hatten die Nachbarwehren aus Allendorf und Kleinlinden übernommen. Zwischenzeitlich sind alle Ausrüstungsteile, Geräte und Fahrzeuge auf ihren einwandfreien Zustand kontrolliert und freigegeben worden. Ohne Erfolg geblieben ist indessen die Suche nach dem Aktiven, der den Wehrführer anonym beleidigt und dessen Schutzkleidung manipuliert hatte. Alexander Muth war nach dieser Eskalation zurückgetreten.

»Maßgeblich für das schnelle Ergebnis war die Einleitung von Ermittlungen durch uns als Dienstaufsicht«, schreibt Rehmann in seiner Erklärung. Auch die Polizei habe im Hintergrund und vor Ort ermittelt. Begleitet wurde die Aufarbeitung außerdem von Pfarrer Bernd Nagel, Mitglied der Notfallseelsorge und ausgebildeter Supervisor für Teamentwicklung, als unabhängigem Begleiter.

Der Feuerwehrchef weiter: »Jener Teil der persönlichen Schutzausstattung, von dessen Versagen im Einsatz Lebensgefahr ausgehen könnte - wie zum Beispiel Atemschutzgeräte - wurde ausgetauscht und einer intensiven Überprüfung unterzogen. Auch die Einsatzfahrzeuge wurden mitsamt ihrer gesamten feuerwehrtechnischen Beladung vollständig kontrolliert und sind nun wieder für den Einsatzdienst freigegeben.«

Insgesamt habe die Aufarbeitung der Vorfälle bei allen beteiligten Fach- und Führungskräften des Amtes für Brandschutz oberste Priorität besessen. »Wirkungsvolle Gefahrenabwehr lässt keine Toleranzen in der Einsatzplanung zu. Einschränkungen im Gefahrenabwehrkonzept der Universitätsstadt Gießen werden wir auch in Zukunft unverzüglich beseitigen. Diese Sicherheit schulden wir sowohl unseren Einsatzkräften als auch den Bewohnern unserer Stadt«, schreibt Rehmann dazu.

Marco Krieger, der die Feuerwehr Lützellinden derzeit kommissarisch führt, äußert sich in der Mitteilung zuversichtlich, dass die Einsatzabteilung sich nun wieder auf die Kernaufgaben konzentrieren kann. »Wir sind dankbar für die Unterstützung, die wir in den letzten Wochen durch das Amt für Brandschutz erfahren haben«, merkt er an.

Auch der Gießener Brandschutzdezernent, Oberbürgermeister Heinz-Peter Haumann, ist zufrieden: »Dank dem mutigen Unterstützungsersuchen der Feuerwehrleute aus Lützellinden und der geradlinigen Intervention meines Amtsleiters sowie des Stadtbrandinspektors haben wir hier sehr schnell ein Ergebnis im Sinne der Sicherheit unserer Bürgerinnen und Bürger erreicht. Allen Beteiligten gebührt Dank und Anerkennung für die professionelle Überwindung dieser schwierigen Situation.«

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Artikel vom 03.02.2009 - 19.05 Uhr
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