Exzellenzinitiative: Universität stellt Anträge in allen drei Förderlinien
Gießen (si). Die Justus-Liebig-Universität beteiligt sich bei der dritten Runde der Exzellenzinitiative des Bundes und der Länder in allen drei Förderlinien. Es gebe verbindliche Absichtserklärungen für ein Exzellenzcluster und eine Graduiertenschule, die beide in den Lebenswissenschaften angesiedelt seien; außerdem für ein Zukunftskonzept, teilte die Hochschule am Dienstag auf Anfrage mit.
Genauer will sich das JLU-Präsidium erst am kommenden Mittwoch in der nächsten Senatssitzung äußern. Heute endet die Frist, innerhalb derer die Antragsskizzen in Bonn vorliegen müssen.
In dieser dritten Förderrunde stellt die öffentliche Hand insgesamt 2,7 Milliarden Euro für Spitzenforschung zur Verfügung. Die Entscheidungen darüber, welche Projekte finanziert werden, soll im Sommer 2012 fallen. Eine Graduiertenschule kann fünf Jahre lang mit je einer Million Euro rechnen, Exzellenzcluster mit fünfmal 6,5 Millionen Euro. Bei der dritten Förderlinie, den Zukunftskonzepten - gemeinhin als »Eliteuniversitäten« beschrieben - winken jährlich 21 Millionen Euro.
Der Justus-Liebig-Universität war in der ersten Runde der Exzellenzinitiative (2006) ein Exzellenzcluster im Bereich Herz-Lunge - »Cardio-Pulmonary System« (ECCPS) - und ein Graduiertenzentrum in den Kulturwissenschaften - »International Graduate Centre for the Study of Culture« (GCSC) - bewilligt worden, damit war sie die erfolgreichste Hochschule in Hessen. Für diese Projekte würden Folgeanträge gestellt, bestätigte das Präsidium.
In der zweiten Runde der Initiative (2007) war die Gießener Hochschule leer ausgegangen - unter anderem mit einem Antrag auf ein naturwissenschaftliches Graduiertenzentrum, der nun für die dritte Förderrunde grundlegend überarbeitet wurde.