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Ermittlungen nach Angriff auf AfD-Stand in Fußgängerzone

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Artikel vom 09.07.2013 - 14.29 Uhr

Ermittlungen nach Angriff auf AfD-Stand in Fußgängerzone

Gießen (mö). Nach einem gewalttätigen Angriff auf einen Informationsstand der Partei Alternative für Deutschland (AfD) ermittelt die Polizei. Es liege eine Strafanzeige wegen Körperverletzung vor, sagte am Montag Polizeisprecher Thorsten Mohr auf Anfrage.

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© dpa
Am Samstag seien insgesamt acht Personen von der Polizei überprüft worden, darunter auch ein 17-Jähriger, der offenbar verdächtigt wird, den Wahlkampfstand des Kreisverbandes der AfD angegriffen zu haben.

Wie Mohr sagte, sei gegen 10.30 Uhr ein junger Mann an den an der Ecke Seltersweg/Löwengasse aufgebauten Infostand herangetreten und habe diesen plötzlich umgeworfen. Dabei sei ein 63-jähriger AfD-Vertreter leicht am Unterarm verletzt worden. Der junge Mann sei davongerannt und von den Standbetreibern zunächst verfolgt worden. Später seien die Personalien eines 17-Jährigen von der herbeigerufenen Polizei aufgenommen worden. Sieben weitere Personen seien ebenfalls überprüft worden. Der Polizeisprecher verzichtete gegenüber der GAZ darauf, die acht Personen einer bestimmten Gruppe zuzuordnen.

Insofern bleibt unklar, ob es einen Zusammenhang zwischen der Attacke auf den Infostand und einer Pressemitteilung der Gießener Antifa-Gruppe R 4 und der Jugendantifa Gießen gibt, die der Redaktion am Montag zugemailt worden war. Anlass sei der »Wahlstand« der AfD in der Fußgängerzone gewesen, heißt es in der Erklärung, in der die AfD als »umstrittene Partei« mit »rechtskonservativer und wirtschaftsliberaler« Ausrichtung bezeichnet wird. Zudem gebe es personelle Überschneidungen mit dem rechtsradikalen Milieu und ein Programm, dass auch »im verschwörungstheoretischen und antisemitischen Spektrum« Anhänger finde.

Kein »faschistoides Gedankengut«

Gegen diese Beschreibung wehrt sich der Gießener Kreisverband der AfD energisch. »Die Alternative für Deutschland und auch der Kreisverband Gießen treten jeglichen extremistischen Gruppierungen und Einzelpersonen entgegen. Wir akzeptieren weder extreme Ansichten, Aussteiger aus der rechten Szene, noch Menschen mit fremdenfeindlichen und nationalistischen Motiven in den eigenen Reihen. Wir verachten faschistoides Gedankengut«, betonte Kreissprecher Nicolas Bansmann am Montag in einer Pressemitteilung.

Für ihn steht fest, auf wessen Konto der tätliche Angriff auf den Infostand geht. Bei dem Angreifer habe es sich um ein Mitglied der »örtlichen Antifa« gehandelt. Bansmann wirft der Antifa vor, »undifferenziert und pauschal gegen jeden vorzugehen, der nicht auf Anhieb in das eigene Meinungsprofil passt, den persönlichen demokratischen Austausch scheut und noch dazu feige mit vermummten Gestalten agiert.«

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Artikel vom 09.07.2013 - 14.29 Uhr
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Leserkommentare
(15.08.2013 00:03)
Billgotkilled
Nicht die Partei...
... ist das Problem, sondern ihre Anhänger!
http://gizeiblog.blogspot.de/2013/08/wahlkampf-der-afd.html
Wer solche Unterstützer hat, der kann sich natürlich ergebnislos einen Wolf reden, dass man nichts mit der rechten Szene am Hut hat.
(14.08.2013 23:18)
Schlammbeisser
So denkt die AfD
Was für Leute hinter der AfD stehen, wird hier öffentlich bekundet: http://www.giessener-zeitung.de/giessen/beitrag/83276/versuchter-brandanschlag-auf-garage-am-wohnhaus-eines-wahlkampfhelfers-der-alternative-fuer-deutschland/
(10.07.2013 17:09)
Klinkigt
Linker Totalitarismus.
Linke geben sich gerne als Kämpfer für "Demokratie und Freiheit" in Wahrheit aber können sie sehr schlecht mit anderen Meinungen umgehen.
Wer Meinungsfreiheit nur denen zubilligt, die genau die gleiche Meinung haben wie er selbst, hat das Konzept nicht verstanden und ist nicht demokratietauglich.
Offenbar ist die Antifa alles andere als demokratisch und durchaus gewaltbereit. Angesichts solcher Überfälle sollte sich manch ein Bürger mal überlegen ob Gewalt automatisch rechts ist oder nicht auch von links ausgehen kann.
(10.07.2013 14:03)
Morschmied
Mal drüber nachdenken ....
Man sollte diesen demokratiefeindlichen Anschlag auf einen Info-Stand der Alternative für Deutschland nicht bagatellisieren. Denn da sind anscheinend Unterstellungen von Anhängern der um ihre Bundestagsmandate bangenden Konkurrenzparteien auf fruchtbaren Boden gefallen - und wie man sieht fand sich auch mindestens ein nützlicher Idiot der wie gewünscht reagiert hat.
Jedenfalls ist die von zahlreichen renommierten Ökonomen unterstützte "AfD" doch die einzige Partei welche einen "alternativen" Weg zur Lösung der Euro/Schulden/Bankenkrise aufzeigt; damit der in Jahrzehnten hart erarbeitete Wohlstand unseres Landes nicht auch noch komplett im südeuropäischen Schuldensumpf verschwindet.
Man sollte sich deshalb die derzeitigen Fakten anschauen und mit den Argumenten der "AfD" auseinandersetzen bevor man auf diffamierende und unwahre Gerüchte von interessierter Seite hereinfällt.
Es führen viele Wege nach Rom, aber warum wird der deutschen Öffentlichkeit fast immer nur der einzige, angeblich "alternativlose" Weg von Schäuble und Merkel verkauft? Bisher hat man damit doch lediglich für sehr viel Geld (welches uns sehr bald an allen Ecken und Enden fehlen wird) nur etwas Zeit erkauft. Aber wurde auch nur eine der Ursachen gelöst?
(10.07.2013 11:44)
***
Problem?
Gewalt geht GAR NICHT! Das gilt für links UND für rechts. Wo ist da jetzt das Problem?
(10.07.2013 11:17)
EinSchwätzer
Meinung 1930
Dann war die Meinung der Nazis in den 20er Jahren auch legitim? - Nicht dass ich die AfD mit den Nazis vergleichen möchte, aber man sollte auch immer mal daran denken, was sich aus einer MEINUNG entwickeln kann! - Zum Thema Gewalt: Seit 1990 gab es 58 Todesopfer rechter Gewalt!
http://www.tagesspiegel.de/politik/politisch-motiviert-jetzt-offiziell-58-todesopfer-rechter-gewalt/6232838.html
(10.07.2013 10:37)
Nanuk
Was heißt hier Müll?
Linker Müll? Geht's noch? Warum bleibt sowas unzensiert stehen? Ansonsten ist der letzte Satz dieses Artikels grammatikalisch wirklich denkwürdig und erhellt die Aussage der AfD beträchtlich.
(09.07.2013 19:47)
bla
Banausen
Das Recht auf freie Meinungsäußerung gilt für alle, auch wenn die Meinung nicht allen passt.
Die "Alternative für Deutschland" hat anscheinend keine Gewalt ausgeübt, die wahren "Faschisten" nennen sich "Antifaschisten".
(09.07.2013 17:36)
moltke
Überfall auf AfD-Stand
Hier hat man wieder einmal gesehen, daß die Gewalt fast immer von dem
linken Müll kommt. Da wird man wohl auch mal zu Gegenmaßnahmen greifen
müssen um diesen zu beseitigen. Es ist ja nicht das erstemal - ich erinnere
da an den Überfall bei dem BdV-Treffen in Klein-Linden und weitere Vorkommnisse.
(09.07.2013 16:49)
EinSchwätzer
rechts weit offen
Keine Leute aus der rechten Szene?!? Außer ein paar ehemaligen Republikanern! Wer lesen kann ist klar im Vorteil:
http://www.handelsblatt.com/politik/deutschland/bundestagswahl-2013/euro-kritiker-fruehere-republikaner-sorgen-im-nrw-verband-fuer-streit/8419392-3.html
http://www.general-anzeiger-bonn.de/news/politik/Ex-Republikaner-machen-sich-auf-den-Weg-article1043846.html
http://www.abendblatt.de/politik/deutschland/article115948807/Rechtspopulismus-Mitglied-tritt-aus-Alternative-aus.html
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