Gießen (ck). Die am Freitagvormittag nach langem Ringen in Berlin erfolgte Einigung zur Karstadt-Übernahme durch Investor Nicolas Berggruen sowie die formale Bestätigung des Insolvenzplans durch das Amtsgericht Essen hat auch im Gießener Warenhaus des Konzerns große Freude ausgelöst.
»Wir haben lange gehofft und gebangt. Nun sind wir einfach froh und erleichtert, dass es weitergeht«, sagte Geschäftsführer Lothar Schmidt. »Mir und der gesamten Belegschaft ist ein Stein vom Herzen gefallen.«
Der Dank des Geschäftsführers ging vor allem in Richtung der rund 500 Mitarbeiter, die »im letzten Jahr enormen Einsatz gezeigt und unter großen Druck gestanden haben«. Nicht zuletzt hatten vor gut zwölf Monaten Belegschaft und Geschäftsleitung der Gießener Filiale 20 000 Unterschriften für den Erhalt des Hauses gesammelt.
Die positiven Signale, die am Freitag von Berlin und Essen ausgegangen seien, werde man jetzt als »Triebfeder nehmen, um das Haus mit großem Elan weiterzuführen«, so Schmidt. Auch erhofft er sich durch die Entscheidung insgesamt einen Schub für den Konzern. Die Gießener Filiale habe auch in der Insolvenzphase stabile Ergebnisse erwirtschaftet. Ausdrücklich bedankte er sich bei den Kunden, »die uns auch in diesem schwierigen Prozess die Treue gehalten haben«. (Ausführliche Berichterstattung zur Karstadt-Insolvenz siehe Seiten 1 und 7.)