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EV bekam ein »Herzstück« mit modernster Technik

Artikel vom 03.02.2009 - 19.10 Uhr

EV bekam ein »Herzstück« mit modernster Technik

Gießen (ck). Dr. Wolfgang Waas, Chefarzt der Abteilung für Innere Medizin II , stellte gestern das neue Herzkatheterlabor am Evangelischen Krankenhaus vor, für das 1,7 Millionen Euro investiert wurden.
Das neue hochmoderne Herzkatheterlabor am Evangelischen Krankenhaus Mittelhessen wurde gestern von Chefarzt Dr. Wolfgang Waas (r
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Das neue hochmoderne Herzkatheterlabor am Evangelischen Krankenhaus Mittelhessen wurde gestern von Chefarzt Dr. Wolfgang Waas (r.) vorgestellt. Auf dem Foto ist auch sein Team mit Oberarzt Dr. Ralph Wiedemann und den Mitarbeiterinnen im technisch-pflegerischen Bereich zu sehen sowie »EV«-Geschäftsführer Jörg Marx (l.). (Foto: ck)
Trotz aller Fortschritte in der Diagnostik und Behandlung sind Herz-Kreislauferkrankungen für mehr als 50 Prozent der jährlichen Sterbefälle in Deutschland verantwortlich. Diesem Sachverhalt hat das Evangelische Krankenhaus Mittelhessen mit der Einrichtung eines kardiologischen Schwerpunktes Rechnung getragen. Gestern wurde vor Journalisten dessen »Herzstück« vorgestellt: ein nach aktuellstem Stand der Technik ausgestattetes Herzkatheterlabor.

»Mit dieser Anlage sind Untersuchungen der Herzkranzgefäße möglich, dabei kann die Art, Lokalisation und der Schweregrad von Engstellen an den Herzkranzgefäßen genau überprüft werden. Sie ist mit einer Rotationsangiographie ausgestattet; über zusätzliche Rechner lassen sich damit auch dreidimensionale Rekonstruktionen von Gefäßabschnitten des Koronarbettes erzeugen«, erläuterte Dr. Wolfgang Waas, Chefarzt der Abteilung für Innere Medizin II am »EV«, einige technische Details der Neuerung. Die Anlage sei mit einem Flachbilddetektor ausgestattet, der zu einer deutlichen Reduzierung der Strahlenbelastung der Patienten und Mitarbeiter führe. Dennoch seien die Bilder detail- und kontrastreicher, was dem Arzt die Befundstellung und die Festlegung der weiteren Vorgehensweise erleichtere.

Waas, der zu Jahresbeginn vom Gießener Universitätsklinikum kam, wo er fast 20 Jahre lang als Leitender Oberarzt in der Kardiologie/Angiologie tätig war und das Herzkatheterlabor leitete, wies darauf hin, dass mit der Anlage zunächst stationäre Patienten untersucht und behandelt werden sollen. In einem späteren Schritt werde sich das EV auch an der Versorgung von Patienten mit akutem Myokardinfarkt beteiligen. Dieser Dienst solle dann auch rund um die Uhr in einer 24-Stunden-Bereitschaft angeboten werden. Nachdem bereits im ersten Monat seit der Inbetriebnahme des Herzkatheterlabors 65 Patienten untersucht worden seien, seien für das laufende Jahr etwa 1000 Untersuchungen und Behandlungen geplant. Wahrscheinlich würden es aber mehr werden. Zu Waas’ Team gehören derzeit Oberarzt Dr. Ralph Wiedemann sowie fünf (später sechs) Mitarbeiter im technisch-pflegerischen Bereich. Der Abteilung sind 35 Betten zugeordnet.

Zuvor hatte Jörg Marx, Geschäftsführer des Evangelischen Krankenhauses Mittelhessen, von einer erfreulich kurzen Bauzeit gesprochen, die sich von Sommer 2008 bis Anfang 2009 erstreckt habe. Die Kosten für das neue Labor bezifferte Marx auf 500 000 Euro für den Umbau und 1,2 Millionen für die technische Ausstattung.

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Artikel vom 03.02.2009 - 19.10 Uhr
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