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Drei Tage Herz-Lungenforschung vom Feinsten

Artikel vom 30.06.2008 - 21.02 Uhr

Drei Tage Herz-Lungenforschung vom Feinsten

Gießen/Bad Nauheim (if). Neueste Erkenntnisse auf dem Gebiet der Herz-Lungenforschung kommen derzeit unter starker Gießener Beteiligung im Max-Planck-Institut für Herz- und Lungenforschung Bad Nauheim beim ersten Symposium des von der Deutschen Forschungsgemeinschaft geförderten Exzellenzclusters »Cardio-Pulmonary System« (ECCPS) zur Sprache.
Gutgelaunt vor einem hochkarätigen internationalen Symposium (v.l.): Prof. Andreas Zeiher (Frankfurt),  Prof. Wolfgang Kummer (G
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Gutgelaunt vor einem hochkarätigen internationalen Symposium (v.l.): Prof. Andreas Zeiher (Frankfurt), Prof. Wolfgang Kummer (Gießen), Dr. Philipp Heitz (Leopoldina) und Prof. Werner Seeger. (Foto: if)
Während vor rund dreihundert Teilnehmern Spitzenforscher aus aller Welt - aus USA , Großbritannien, aus Frankreich, Belgien, der Schweiz und den Niederlanden - über den aktuellen Stand ihrer jeweiligen Arbeitsgebiete berichten, erhalten zugleich die im Exzellenzcluster zusammengeschlossenen Arbeitsgruppen der Universität Frankfurt, am Max-Planck-Institut Bad Nauheim und der Justus-Liebig Universität Giessen Gelegenheit, auf rund 150 Postern über ihre eigenen Forschungsprojekte auf diesem Gebiet und erste Ergebnisse dieser Arbeiten zu berichten.

Prof. Werner Seeger (Direktor des Zentrums für Innere Medizin der Justus-Liebig Universität) eröffnete - ehe das Fußball-Endspiel am Sonntagabend dann auch die Wissenschaftler absorbierte - im Kurhaus zusammen mit Prof. Andreas Zeiher (Frankfurt) die von der ältesten und renommiertesten wissenschaftlichen Akademie Deutschlands, der 1652 gegründeten »Leopoldina«, eförderte Tagung. Im Mittelpunkt stehen dabei Fragen des Zustandekommens krankhafter Gefäßveränderungen beispielsweise über strukturelle Umbauprozesse in der Gefäßwand und die aus der Kenntnis der damit verbundenen molekularen Vorgänge abzuleitenden Möglichkeiten, einer solchen Entwicklung nicht nur Einhalt zu gebieten, sonder sie umzukehren, um die Verengung zurückzubilden.

In der ersten Sitzung des Symposiums kam, moderiert von Prof. Thomas Braun (Bad Nauheim/Justus-Liebig-Universität Gießen), die Rolle der Stammzellen zur Sprache. Privatdozent Oliver Eickelberg, der sich in seinem Projekt im Gießener Lungenzentrum mit Fragen des Zustandekommens der Fibrose - der überschießenden Bildung von Bindegewebe namentlich bei der unheilbaren Lungenfibrose - beschäftigt, lenkte danach die Beiträge zu fibrotischen Vorgängen allgemein. Anschließend moderierten die Gießener Professoren Ardeshir Ghofrani und Ralph Schermuly Beiträge zu diesen Vorgängen speziell in den Lungengefäßen.

Metabolische Aspekte werden heute unter Vorsitz des Gießener Biochemikers Prof. Klaus Preissner angeschnitten, Prof. Norbert Weissmann aus der Medizinischen Klinik II leitet danach die Sitzung, bei der Folgen von Sauerstoffmangel auf molekularbiologische Ebene zur Sprache kommen.

Vorgänge am Herzen stehen in diesem Zusammenhang im Mittelpunkt der von Prof. Hans-Michael Piper geleiteten Sitzung, ehe das Symposium am Mittwochmorgen schließlich nach drei Tagen »Herz/Lungenforschung vom Feinsten« mit einer »Hot Topic§-Session unter Vorsitz der Gastgeber Seeger und Zeiher ausklingt.

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Artikel vom 30.06.2008 - 21.02 Uhr
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