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Die Hundesteuer in Gießen steigt kräftig

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Artikel vom 23.01.2013 - 11.32 Uhr

Die Hundesteuer in Gießen steigt kräftig

Gießen (mö). Mit breiter Mehrheit hat die Stadtverordnetenversammlung vor einigen Tagen den Beitritts Gießens zum Kommunalen Rettungsschirm des Landes beschlossen. Dieser Absichtserklärung indes müssen jetzt die konkreten Beschlüsse folgen.

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Die Gießener Hundehalter müssen ab 1. April deutlich mehr Steuern für ihre Lieblinge zahlen. (Foto: Schepp)
Den Anfang macht die vom Magistrat bereits angekündigte Erhöhung der Hundesteuer, und die fällt laut der entsprechenden Vorlage saftig aus.

Für den ersten Hund sollen die Halter in Gießen ab dem kommenden 1. April statt wie bisher 60 Euro 84 Euro zahlen, beim Zweithund steigt die Steuer von 72 auf 120 Euro, beim dritten Tier von 84 auf 150 Euro. Mit dieser Erhöhung will die Stadt pro Jahr eine Mehreinnahme von knapp 70 000 Euro erzielen.

Wie es in der Magistratsvorlage heißt, die am 14. Februar vom Stadtparlament beschlossen werden soll, liegt die letzte Erhöhung der Hundesteuer 13 Jahre zurück; bislang seien die Steuersätze in Gießen im Vergleich zu anderen Mittelstädten in Hessen unterdurchschnittlich gewesen. Mit der Erhöhung wird die Hundehaltung in Gießen, wenn’s bei einem Tier bleibt, freilich am teuersten im Städtevergleich. In der Summe beträchtlich sind die Mehrkosten aber auch bei zwei Hunden. Waren es bislang rund 130 Euro, müssen ab dem Frühjahr über 200 Euro gezahlt werden, bei drei Vierbeinern steigt die Steuer auf über 350 Euro. Laut Magistrat werden in Gießen jährlich rund 2500 Hundesteuerbescheide ausgestellt.

Im Jahresverlauf müssen sich Gießens Gebühren- und Steuerzahler auf weitere Erhöhungen einstellen. Terminiert sind bereits die höheren Kursgebühren bei der Volkshochschule und der Musikschule, und zwar zum 1. Juli. Angekündigt sind ferner die Einführung einer Steuer auf Zweitwohnsitze und eine Erhöhung der Kindergartengebühren. Zu Jahresbeginn gestiegen sind die Straßenreinigungsgebühren und die Friedhofsgebühren. Die Grundsteuererhöhung wird erst 2014 wirksam, muss aber zuvor auch erst vom Stadtparlament beschlossen werden.

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Artikel vom 23.01.2013 - 11.32 Uhr
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Leserkommentare
(28.01.2013 12:39)
meinereiner
Nicht im Ernst?
Erwarten hier einige, dass die Stadt kostenlose Hundekotbeutel für die Hundesteuer herausgibt?? Und das möglichst flächendeckend? Also ich denke es ist nicht zu viel verlangt, wenn sich Hundehalter von zuhause einen Hundekotbeutel mitnehmen, zumal man diese schon als Werbegeschenk für Schlüsselanhänger o.ä. in den vielen Tierfachgeschäften bekommt.
Es erwartet auch kein Autofahrer kostenlose Parkplätze in der Stadt, nur weil er schon KFZ Steuer gezahlt hat...
In den Kommentaren wird die Hundesteuer wieder für politische zwecke missbraucht. Stichwort barrierefreie Querung der Ostanlage, damit auch gehbehinderte Menschen die Straße ohne Umwege passieren können, sei Verschwendung. Sorry, aber das ist nichts anderes als Diskriminierung!!
Hunde aussetzten wegen Hundesteuer?? Wer setzt seinen Hund aus, wegen 2 Euro??
Man verschrottet sein Auto doch auch nicht, wenn die KFZ Steuer steigt.
Hunde sind in der Regel Familienmitglied und der treuste Partner für ältere alleinstehende Menschen. Ärmere Menschen bekommen Rabatt. Also Aussetzen muss keiner seinen Vierbeiner!!!
(27.01.2013 09:56)
Avatar
Hundekotstationen
Ein letztes Mal, dass ich mich zu Wort melde :-) Gestern las ich im Gi Anzeiger, dass der Ortsbeirat Allendorf das Aufstellen von Hundekotstationen (Tütenspender und Mülleimer in einem) im Ort angeregt hatte. Investitionskosten sind nach städt. Prüfung nicht ausschlaggebend, sondern die regelmäßig anfallenden Unterhaltungskosten, um diese Anregung abzulehnen. "Aufgrund der wirtschaftlichen Gesamtsituation könne einem Ausbau von Hundekotstationen nicht zugestimmt werden". Komisch, in anderen Kreiskommunen funktioniert es prima - Lich ist ein gutes Beispiel dafür. Das ist es, was mich persönlich als Hundehalter ärgert, einerseits wird die Steuer einkassiert, aber andererseits kommt man uns Hundebesitzern mit solchen Sachen in Gießen kein Stück entgegen. Schön, dass irgendwo hier und da Tütenspender hängen, die ich auch benutze, aber oft fehlen gerade an den beliebten Spazierwegen die Müllbehälter! Aber was rege ich mich auf, die Haushaltssituation ist angespannt, da muss gespart werden ......., ob man diesen Spargedanken auch bei dem Thema Querung Ostanlage umsetzt? Wohl kaum, eher wird bei sogenannten "Peanutsbeträgen" gespart, als bei großen Summen ... komisch!
(26.01.2013 21:40)
Sebastarus
-
Zitat von sandha:
"Ich habe kein Haustier, weil ich Tierfreund bin."
This!
(26.01.2013 21:31)
Tierfreund
@sandha
Man merkt deutlich das Sie kein Haustier haben. Natürlich gibt kein Hundebesitzer seinen Hund auf wegen Bagatellbeträgen ! Wir wissen was Haustiere kosten und sind bereit den Preis dafür zu zahlen. Ich vermute, dass Sie Tiere lediglich auf dem Teller mögen. Aber die Aussage "ich habe kein Haustier weil ich Tierfreund bin" - die ist ja nur lächerlich. Was soll den Ihres Erachtens der beschriebene "positive Effekt" sein ? Vielleicht sollten Sie auch einfach über die Anschaffung eines Haustieres nachdenken. Ich habe schon oft erlebt das Haustiere einen Menschen positiv verändern können.
(26.01.2013 15:35)
developer
2 Euro im Monat
Erhitzen die Gemüter und es hagelt kritik selbst von Leuten die gar keinen Hund besitzen, also auch gar nicht betroffen sind!
Wo war die Aufregung, als uns allen rund 230 Euro aus der Tasche gezogen wurde? Soviel hat die Rettung der Commerzbank jeden einzelnen gekostet.
Hundebesitzer haben sicher kein Problem, einen gewissen Beitrag zu leisten.
(26.01.2013 09:47)
sandha
@Oldie
Ich glaube nicht, dass ein Hundebesitzer seinen Hund aufgibt wegen der Steuererhöhung. Der Anteil gegenüber den anderen Hundekosten (Futter, Versicherung ...) ist zu gering.
Dennoch hoffe ich auf den positiven Effekt.
Ich habe kein Haustier, weil ich Tierfreund bin.
(26.01.2013 09:44)
Avatar
Es geht auch ohne Hundesteuer
Glauben Sie nicht? Doch Eschborn z. B. erhebt keine Hundesteuer! Was auch ärgerlich ist, auf der einen Seite schlüpft Gießen unter den Kommunalen Rettungsschirm und stimmt die Bürger darauf ein, dass jetzt harte Zeiten anstehen. Soll heißen Gebührenerhöhungen für die Einwohner der Stadt, die Hundesteuer ist ja erst der Beginn, es folgen die Kindergartengebühren, die Grundsteuer B usw. und auf der anderen Seite verfolgt die Stadt weiterhin Bauprojekte, wo es - laut Presseberichterstattung - eben keinen hohen Zuschuss von Seiten des Landes geben werde. Passt das zusammen?
(25.01.2013 19:57)
kuste
Steuererhöhungen
Wenn die Tabaksteuer steigt, decken sich die Leute vermehrt auf dem Schwarzmarkt ein.
Wenn die Mineralölsteuer steigt, fahren die Grenznahen im Ausland tanken.
Wenn die Hundesteuer steigt, werden Hunde einfach nicht mehr angemeldet.
Diese Steuererhöhung trifft doch max. 2/3 der Hundehalter. Die anderen lachen sich wieder eins, weil mit Kontrollen eh nicht zu rechnen ist, so lange in Giessen auch nur ein Auto im Halteverbot stehen könnte, was noch nicht aufgeschrieben wurde.
(25.01.2013 15:58)
Oldie
@Sandha - Steuerhöhungen
Jetzt widersprechen Sie sich aber m. E., als ich darauf hinwies, dass sich einige Hundebesitzer dann ihren Vierbeiner evtl. nicht mehr leisten können, da verwiesen sie auf "7 Cent" pro Tag. Das sind Versicherungstaktikmethoden, der Hund kostet dann 23 Cent pro Tag, ohne das, was ein Hund sonst noch kostet. Wieviel weniger Hund geht denn? Also entweder abschaffen oder woanders sparen, geht sicher auch.
Übrigens, hier 7 Cent, da 7 Cent oder auch mehr, auch das summiert sich am Ende. Insofern ist das nur eine Schönrechnung, vielleicht könnte man es ja noch auf Minute und Sekunde ausdehnen. Dann sind das alles nur noch "Peanutschen". Peanuts wäre zu hoch gegriffen. ;-)
Im übrigen, ich habe kein Haustier, weil ich froh bin, wenn ich selbst über die Runden komme.
(25.01.2013 10:17)
sandha
Steuererhöhungen
Wenn die Tabaksteuer erhöht wird, hören immer einige mit dem Rauchen auf.
Bei Mineralölsteuererhöhungen wird auf die eine oder andere Fahrt verzichtet.
Vielleicht klappt das ja auch mit der Hundesteuer .....
(25.01.2013 06:19)
Avatar
Stoppt die Hundesteuer!
Eine Initiative von Deutscher Tierschutzbund, VDH, TASSO und dem Hundemagazin DOGS.
England, Frankreich, Spanien, Schweden und Dänemark haben die Hundesteuer längst abgeschafft. Deutschland sieht Hunde weiterhin als Luxusgut. Jetzt klagen Rechtsanwälte - und brauchen Unterstützung, um den Druck auf die Gerichte zu erhöhen. Helfen Sie mit!
http://www.dogs-magazin.de/content/hundesteuer/eingabe.html
(24.01.2013 17:50)
Gandalf
Gelder vernünftig umgehen!
Ja würden diese Größenwahnsinnigen Damen und Herren in ihren Kommunen etc. mit den Steuergeldern vernünftig umgehen, würden gewisse Steuern gar-nicht erhöht werden müssen oder sogar neue gemacht werden müssen. Aber sie können es nicht oder wollen es nicht, deshalb kommt bestimmt irgendwann die Innenstadtmaut, auch Citymaut oder der Begriff Road-Pricing (Straßenbenutzungsgebühr) verwendet. Nur das man sich damit langsam selber ins eigene Knie Schießt ist den Damen und Herren egal, Hauptsache der Rubel rollt erst-mal.............
(24.01.2013 17:14)
Sachse
Raubritter: Kommunen
Was hier beachtet werden sollte, die Hundesteuer ist eine Luxussteuer, vor über 100 Jahren im Großdeutschen Reich eingeführt.
Erstmalig 1807 in Offenbach am Main erhoben, in Großbritannien aber schon 1796 erhoben, dann aber auch schon 1987 abgeschafft ! Vorbildlich.
Denn die Hundesteuer ist eine sog. Aufwandsteuer und berechtigt die Kommunen zur Erhebung dieser Steuer -sonst Bußgeld !- aber verpflichtet zu keiner Gegenleistung.
Argumente, dass tonnenweise Hundekot entfernt werden müsse oder Rinder und Wildtiere erkranken -wenn sie Hundekot fressen- sind umstritten. Einige Hunde fressen auch Kot von anderen, leben alle noch.
Auch ich bin gerne seit Jahren Hundehalter und was mir und der Öffentlichkeit wichtig ist, immer eine Plastiktüte mitführen und die Hinterlassenschaften entfernen.
So kann man auch den auf Dörfern um sich greifenden Hundehass eindämmen.
Ich wohne in einer kleinen Gemeinde in Obernbayern, da schreckte die Gemeinde nicht davor zurück, die Hundesteuer um 100 % zu erhöhen.
Einfach so, in einer kleinen Verwaltungsgemeinschaft.
So zahlen wir nun für den 1. Hund statt 30.- EUR nunmehr 60.- EUR jährlich und die Verwaltung und der Bürgermeister freuen sich jährlich auf die Zahlungen der etwa 300 Hundehalter in die Gemeindekasse !
Was total falsch in deutschen Landen ist, Besitzer von Reit- und Sportpferden und anderer Luxustiere werden verschont. Was für ein Aufschrei gänge durch die Republik, würde man diese Tiere, alle Katzen und andere Viecher besteuern.
(23.01.2013 18:51)
Jerol
Tja so ist das,
wenn die Stadt Geld braucht.
Langsam erreiichen die Preise in Gießen das frankfurter Niveau, da habe ich für meinen 1.Hund 90 € p.a. bezahlt. Jetzt darf ich also 30 im Jahr für die Landesgartenschau bezahlen oder das neue Rathaus oder die Lahnbrücke?
Ich werde es zahlen müssen. Dafür gehe ich nicht auf die Landesgartenschau, spare den Eintritt und nehme das Geld für die Steuer.
Leider wurde im Artikel auf folgendes nicht hingewiesen:
Es gibt für Menschen mit Hartz IV, Rentner mit GruSi auf Antrag eine Eräßigung der Steuer. Es muss dann nur noch 20% des Steuersatzes also 18 €/Jahr bezahlt werden. Ich kann nur jedem empfehlen diesen Antrag bei der Stadtverwaltung zu stellen!!!
(23.01.2013 18:09)
Tierfreund
Erhöhung wäre nicht schlimm..
..wenn die Gelder wenigstens sinnvoll für den Tierschutz eingesetzt würden. Grundsätzlich glaube ich nicht das Menschen sich die höhere Steuer nicht leisten können. Jeder Hundebesitzer weiß welche Kosten im Laufe des Jahres für Futter, Tierarztrechnungen, etc. anfallen und wenn er sein Tier liebt und ordnungsgemäß versorgt, dann zahlt er das auch gerne. Da können 20 oder 30 € mehr an Hundesteuer nicht das Maß der Dinge sein. Das aber Städte und Gemeinden immer nur fadenscheinige Gründe suchen um das Geldsäckel zu füllen, das ist eine wahre Schande ! Investiert diese Mehreinnahmen doch einfach in Kontrollen. Zum Beispiel eine Kontrolle, das Bettler nicht bei Minusgraden den ganzen Tag mit Hunden im Seltersweg liegen dürfen. Das ist nämlich Tierquälerei und hier könnte man mal ansetzen.
(23.01.2013 17:16)
sandha
@Oldie: Bitte mal durchrechnen
Die Erhöhung beträgt 24 Euro pro Jahr (für den ersten Hund).
Das sind 2 Euro im Monat bzw. 7 Cent am Tag.
Ich bin mal gespannt, wieviel Tiere in Tierheimen landen, weil die Hundesteuer so hoch ist ...
Noch mehr gespannt bin ich, wann endlich die Katzensteuer und Pferdesteuer kommt. Deren Einführung ist der nächste logische Schritt.
(23.01.2013 14:03)
Oldie
Erhöhung der Hundesteuer
Was ich nicht verstehe, dass auch hier über Jahre hinweg, keine Anpassung erfolgte, genau so wie beim Wochenmarkt. Haben die Verantwortlichen all die Jahre geschlafen? Sicher hätte niemand was gegen eine schrittweise Erhöhung in all den Jahren gehabt. Nun kommt die volle Keule, die Hundesteuer ist ja nur der Anfang. Wieviel Tiere werden jetzt wieder in den Tierheimen landen, weil die Besitzer die Hundesteuer nicht mehr aufbringen können?
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