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Deutschlands erste Feuerwehrchefin ist im Dienst

Artikel vom 01.02.2012 - 20.11 Uhr

Deutschlands erste Feuerwehrchefin ist im Dienst

Gießen (mö). In die Geschichte des deutschen Feuerwehrwesens wird der 1. Februar 2012 als historischer Tag eingehen. Erstmals ist eine Frau an die Spitze einer Berufsfeuerwehr und eines Brandschutzamts gerückt, und das in Gießen.

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Seit gestern ist sie im Dienst: Martina Berger (32), erste Chefin einer Berufsfeuerwehr in Deutschland. (Foto: mö)
Entsprechend groß war am Mittwoch das Interesse auch außerhalb der Universitätsstadt. »Es gab viele Medienanfragen«, berichtete die 32-jährige Brandrätin Martina Berger, nachdem sie am Nachmittag von Oberbürgermeisterin Dietlind Grabe-Bolz die Ernennungsurkunde erhalten hatte.

Die in Salzwedel in Sachsen-Anhalt geborene und aufgewachsene Berger war zuletzt stellvertretende Fachbereichsleiterin Einsatzorganisation bei der Berliner Feuerwehr und für den gesamten Süden der Hauptstadt zuständig. Dass in Gießen der Chefposten vakant ist, hatte sie im vergangenen September der Ausschreibung in einer Feuerwehrzeitschrift entnommen und sich beworben. Berger sei keine »Quotenfrau«, sondern haben den Job wegen ihrer »Kompetenz und Qualifikation« bekommen, betonte OB Grabe-Bolz. Trotz ihres jungen Alters verfüge die neue Leiterin des städtischen Amtes für Brand- und Bevölkerungsschutz über viel Erfahrung im Feuerwehrmetier.

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Berger selbst, die in der Nordstadt nahe bei der Feuerwache wohnt, bezeichnete ihren ersten Arbeitstag als »sehr turbulent« und hofft, ab der nächsten Woche in die fachliche Arbeit einsteigen zu können. Die letzten Wochen nutzte sie unter anderem, um bei einer Sitzung die Leiter der Freiwilligen Feuerwehren des Landkreises kennen zu lernen und an den Hauptversammlungen der Gießener Stadtteilwehren in Lützellinden und Rödgen teilzunehmen.

Als Leiterin des Brandschutzamts ist Berger Vorgesetzte von 70 Berufsfeuerwehrleuten und 200 ehrenamtlichen Brandschützern. Zu ihren Hauptaufgaben der nächsten Jahre gehört die Lösung des Raumproblems der Berufsfeuerwehr.

Berger folgt Harald Rehmann nach, der nach Würzburg an die Spitze der dortigen Feuerwehr gewechselt ist.

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